Home Sweet Home

Juli 21, 2008

Hallo ihr lieben! Wir sind gestern Abend ca. um 6 uhr wohlbehalten Zuhause angekommen und wurden gleich mit einer tollen Überraschung empfangen. Jetzt genießen wir es alle wieder zuhause zu sein und freuen uns, euch alle bald zu treffen. Auch wenn unsere eindrucksvolle Reise jetzt abgeschlossen ist, fehlen auf unserem Blog noch einige Stationen. Und obwohl wir bestimmt vieles jetzt auch direkt erzählen werden, werden wir auf jeden Fall noch Artikel über die Letzten Stationen Paris, Antwerpen, Den Haag und Zandvoort schreiben. Auch werden wir jetzt, wo wir mehr Zeit und Möglichkeiten haben, noch mehr Bilder hochladen. Es lohnt sich also, die Seite noch nicht aus der Favoritenliste zu entfernen ;) Bis Bald, viele Grüße, die Heimgekehrten.

Achtung Achtung!

Juli 13, 2008

Es gibt zwei neue Artikel, bitte den ueber Arcarchon unter Préfailles nicht uebersehen.

Liebe Gruesse!

Préfailles

Juli 13, 2008

So, nach der langen Flaute auf unserem Weblog, geht es jetzt wieder richtig los. Wir sitzen gerade in Antwerpen im Megabyte-Internetcafe, was im Vergleich zu allen anderen Internetcafes wirklich Mega ist, schnell und guenstig!

Nachdem wir nach einer enspannten Zugfahrt um ca. 19.30 in Pornic, der naechsten Stadt mit eigenem Bahnhof angekommen waren, mussten Rene und ich (Max) uns erstmal wieder ein bisschen orientieren, wir waren ja beide schonmal dort gewesen. Wir dachten, wir koennten die Strecke am Meer langlaufen, doch ein Blick auf die Karte zerstoerte unseren Traum, 10 Kilometer mit den schweren Rucksaecken war uns doch zuviel an diesem Abend. Daher machten wir uns auf den Weg zum Ortsausgang richtung Prefailles, um den Daumen hinauszuhalten. Doch wir merkten schnell, zu dritt trampen mit Rucksaecken mit Ausmassen von Grundschulkindern ist nicht so leicht. Unzaehlige Autos rasten an uns vorbei, die Fahrer mit Gesichtsausdruecken von Mitleid bis Belustigung. Nach einiger Zeit beschlossen wir, entlang der Landstrasse schoneinmal in die richtige Richtung zu gehen. Nach ca. einer weiteren halben Stunde nahm uns eine nette Franzoesin die allein unterwegs war mit. Sie haette uns sogar bis zum Campingplatz gefahren, doch wir wollten sie nicht zu sehr ausnutzen und gingen das letzte Stueck von der Landstrasse bis zum Campingplatz. Dort angekommen umfing Rene und mich sofort ein gefuehl von Heimat und auch Malte schien den Charme dieses Wunderschoenen kleinen Campingplatzes sofort zu spueren. Die Rezeption hatte schon geschlossen und so machten wir uns auf die suche nach einer Englischsprachigen Person, die sich verantwortlich fuehlte.

(Man muss wissen, dass der Campingplatz den Naturfreunden gehoert und von Vereinsmitgliedern selbstverwaltet wird.)

Ein netter aelterer Herr, einer der wenigen Franzosen dort, die wenigstens ein bisschen englisch sprechen hoerte uns kurz an, ging dann fort, kam zurueck und meinte ,,a beatiful young woman“ wuerde uns gleich empfangen.

Dem war auch so. Es war Zoe, eine nette junge Franzoesin, die ich schon vom letzten Mal, und Rene von den letzten Malen kannte. Nach einer herzlichen Begruessung (beide Seiten schienen sich wirklich ueber das Wiedersehen zu freuen) gab sie uns alle wichtigen Instruktionen und Informationen die wir brauchten:

,,Ihr koennt euer Zelt aufbauen wo ihr wollt, viel Spass!“

Wir suchten uns einen schoenen Platz mit Blick auf den Atlantik, legten unsere Rucksaecke ab und gingen ersteinmal an den Strand um Abendbrot zu essen, wir hatten noch ein Baguette und Aufschnitt aus Arcarchon mitgebracht. Wir waren gluecklich, gut angekommen zu sein und sehr entspannt. Wenn alles nicht  so konkret geplant ist, ist man oft etwas angespannt. Die Entspannung, wenn dann doch alles klappt, ist dafuer um so groesser. Kurz vor der Daemmerung gingen wir zurueck um das Zelt noch im hellen aufbauen zu koennen. Waehrend des Aufbaus bekamen wir sowohl von Zoe als auch von ein paar netten Hollaendern, von denen ihr spaeter noch mehr hoeren werdet einen Hammer gebracht.

Danach spielten wir noch eine kleine Runde Skat und gingen recht frueh ins Bett. Nachts fing es dann ordendlich an zu regnen, was uns nicht gerade erfreute. Camping und Regen sind eine schlechte Kombination!

Am naechten Morgen war es sehr Bewoelkt, aber immerhin trocken. In der gesamten Woche wurden unsere bis jetzt recht hohen Ansprueche an das Wetter ziemlich zurueckgeschraubt. Insgesamt hatten wir 2-3 mal laengere Sonnenphasen, bis auf zwei naechte hat es immer geregnet und auch tagsueber gab es oft Regen. Das schlimmste war aber, dass das Wetter voellig unberechenbar war. Es konnte in einer Minute noch die Sonne scheinen, in der naechsten wieder regnen. Immerhin konnten wir so einige Regenbogen sehen. Ihr seht schon, wir sind immernoch recht optimistisch geblieben. Wir waeren wahrscheinlich bald wieder abgereist, wenn nicht die vielen netten leute dort gewesen waeren, die mit ihrem Sonnigen Gemuet das schlechte wetter kompensieren konnten.

Am ersten Morgen trieb der Hunger und die gaehnende Leere in unserer nicht vorhandenen Vorratskammer Malte und mich wieder nach Pornic um im Super-U, einem riesigen Supermarkt einzukaufen. Zu zweit und mit nur einem Rucksack ging das trampen schon etwas leichterm obwohl die Franzosen in dieser Hinsicht nicht die hilfsbereitesten zu seien scheinen. Nach geschlagenen drei Stunden kehrten wir mit einem mit Delikatessen prallgefuellten Wanderrucksack wieder zurueck und brunchten ausgiebig. Kurze zeit spaeter kam Peter, ein 62 Jahre junger Hollaender und drueckte uns so schnell drei eisgekuehlte Heineken-Dosen in die Hand, dass wir garnichts sagen konnten. Peter war mit seiner Frau Hettie, seiner Tochter Pamela, ihrem Mann Maupie (Maurice) ihren drei Kindern sowie zwei guten Freunden Hank und Ivonne und deren Tochter mit Mann und Kind fuer mehrere Wochen dort. Ein riesiger Hollaender-Clan also, ausnahmslos alle supernett und hilfsbereit. Ihre schon fast beschaemende Grosszuegigkeit und Gastfreundschaft verfolgte uns die ganze Woche. Ohne diese netten Leute waere unsere Woche in Prefailles wohl nicht halb so komfortabel gewesen. Wir konnten uns von ihnen Toepfe zum Kochen leihen, bei ihnen Handy und Ipod aufladen und sie boten uns sogar ihren Gasgrill an, ohne dass wir danach fragten. Darauf grillten wir zwei wundervolle Doraden die wir auf dem Markt kauften und in ein Bett aus Gemuese und Kraeutern in Alufolie wickelten.

Sie nahmen uns im Auto mit zum Super-U, zum Markt nach Pornic und Peter brachte uns am letzten Tag sogar zum Bahnhof, damit wir nicht wieder trampen mussten.

Wir wollten uns fuer diese ruehrende Gastfreundschaft bedanken und schlugen vor, am letzten Abend fuer sie zu kochen. Peter sagte, er wuerde mit den anderen darueber reden und uns spaeter Bescheid sagen. Als wir ihn erneut darauf ansprachen hatten sie schon ein Grillfest geplant und wir konnten sie nicht davon abbringen uns schonwieder einzuladen. Immerhin durften wir uns mit einem grossen gruenen Salat und einem Kasten Bier beteiligen.

Es war uns wirklich ein bisschen unangenehm, aber man hatte das Gefuehl, dass sie uns gerne eingeladen haben und so konnten wir ein unglaublich ueppiges Gillfest geniessen. Danach sassen wir noch mit ihnen und tranken Bier, Wein, Schnapps, Liquer und Cognac queerbeet (was fuer sie voellig normal zu sein schien), bis Peter als letzer der Hollaender nach einem letzten Schlafmuetzje-Cognac ins Bett ging.

Danach gingen wir zur zweiten Meute, die uns den Aufenthalt in Prefailles versuesste, die jungen Franzosen (und nicht zu vergessen zwei Beliger). Eine sehr Lustige Truppe, ca 15 Leute von ca 14-25 jahren, die dort jedes Jahr ihre langen Sommerferien verbringen. Leider sprechen nur Zoe und Yannou, ihr Freund mehr als 3 Brocken Englisch und wir nicht mehr als 3 Brocken Franzoesisch. Doch nachdem alle Hemmungen gefallen waren sich mit Haenden und Fuessen zu verstaendigen, war das auch kein Problem mehr. Mit dieser verrueckten Truppe verbrachten wir einige Abende am Strand um ein Feuer sitzend oder bei schlechterem Wetter im als Partyraum missbrauchten Kuechenhaeusschen.

Gleich am zweiten Abend luden sie uns ein mit ihnen zum Strand zu kommen, wir nahmen dankend an und freuten uns nach dem Abendbrot zum Strand zu gehen. Leider schmeckte Malte und mir der Wein zu gut, den wir im Super-U im 5 Liter-Schlauch gekauft hatten. Da Rene nicht so gerne Wein trinkt hat er es dann auch noch zum Strand geschafft, waehrend wir vorm Zelt auf unseren Isomatten einschliefen und auch von einer laermenden truppe Franzosen nicht mehr wachzukriegen waren. Ich  wachte mitten in der Nacht auf, kroch ins Zelt und als ich am naechsten Morgen erwachte, lag auch Malte neben mir. Natuerlich liessen sich Rene und die Franzosen es nicht entgehen uns die naechsten Tage damit aufzuziehen. Nach diesem leichten eingestaendnis der Schwaeche mussten wir natuerlich das Klischee der trink- und standfesten Deutschen untermauern, indem wir beim naechsten mal als letzte den Kuechen, aeh… Partyraum verliessen.

Am vorletzten Tag in Prefailles nahmen Yannou und Zoe uns mit in ihre Wohnung in Nantes, wo sie einige Sachen erledigen wollten. Wir wollten die Gelegenheit nutzen um unsere weitere Reise zu planen und fuer das Grillfest am Abend einzukaufen sowie unser neues Interrailticket zu loesen. Der urspruengliche Plan wurde aber durch mehrere Faktoren immer weiter zerstoert. Zuerst sorgte die lange Feiere am Vorabend dafuer, dass wir statt um 12 erst um 2 losfuhren, wobei zu sagen ist, dass dafuer die Franzosen verantwortlich waren, wir standen um 12 geduscht und gestriegelt in den Startloechern.

Wir hatten uns fuer halb 7 mit den Hollaendern verabredet.

Nach ca. einer Stunde fahrt kamen wir um 3 uhr in Nantes in der Wohnung von Zoe und Yann an. Wir hatten also noch ca. 3 1\2 Stunden um alles zu erledigen und zurueckzufahren. Die Zeit reichte gerademal um einzukaufen und das Hotel in Paris zu Buchen, wofuer Zoe netterweise ihre Kreditkartennummer angab, ohne die wir nicht buchen konnten (Die Kreditkarte steht auf Nummer 1 der Liste der Dinge, die auf der naechsten Interrailtour unbedingt dabei sein muessen!) und um einkaufen zu gehen. Auf dem Rueckweg wollten wir dann noch schnell die Interrailtickets loesen. Leider machte uns die Polizei von Nantes einen Strich durch die Rechnung. Man kann ihnen nicht verdenken, dass sie uns anhielten, denn Yannous Wagen ist, man kann es nicht anders sagen, eine uebele Schrottmuehle, wenn auch eine charmante. Er wollte das Auto bald in Zahlung geben und ein neues kaufen und hatte deshalb von der faelligen Hauptuntersuchung abgesehen, was eine lange Diskussion herbeifuehrte und mit einem saftigen Bussgeld und Konfiszierung der Papiere endete. Deswegen konnten wir die Tickets nichtmehr loesen und kamen sehr knapp in Prefailles an um zu Grillen.

Trotzdem hatten wir einen tollen letzten Abend und am naechsten Tag brachen wir auf nach Paris.

Nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten und Peter uns am Bahnhof von Pornic abgesetzt hatte, mussten wir leider ein Extraticket bis Nantes loesen, weil in so einem kleinen Provinzbahnhof kein Interrailticket zu bekommen ist. In Nantes angekommen loesten wir nach leichten Uneinigkeiten mit dem Bahnangestellten ein neues Interrailticket fuer die letzten 10 Tage. Als er uns eroeffnete, dass der TGV nach Paris (Schnellzug wie ICE) nur 3 Euro Aufschlag kostete, verwarfen wir unsere Bummelzugverbindung und warteten noch 2 Stunden in Nantes waehrend wir Skat spielten auf den TGV, um komfortabler ohne Umsteigen und immernoch frueher in Paris anzukommen.

Jetzt sind wir in Antwerpen, eine wirklich Charmante Stadt, doch dazu spaeter mehr. Jetzt haben wir genug im Internetcafe gehockt und Wollen die Stadt erkunden. Es ist noch genau eine Woche bis wir wieder in Braunschweig ankommen werden. Wir freuen uns schon riesig!

Also, bis bald ihr lieben! Viele Gruesse, Rene, Malte und Max

Arcachon

Juli 13, 2008

Soooo ihr Daheimgebliebenen,

nun ist schon eine lange Zeit vergangen seit dem wir uns bei euch gemeldet haben. Wenn ihr das hier lesen koennt, habt ihr bereits Maltes Bericht von Nizza gelesen denke ich, denn wir haengen ganzschoen hinterher mit unseren Berichten. Liegt daran, dass es seit dem wir Nizza verlassen haben, was nun schon fast 2 Wochen her ist, kein Internet mehr zur verfuegung hatten, jedenfalls nicht richtig. Schon ein bisschen schraeg, obwohl wir uns im Laufe unserer Reise immer weiter vom „Osten“ Europas entfernt und stets in den moderneren Westen bewegt haben, war es immer schwieriger geworden eine gute Internetanbindung zu finden. Auch jetzt ist es nicht einfach, da die franzoesische Tastatur so ihre Tuecken hat. Nun, trotz alledem seit ihr sicher neugierig was nach Nizza passiert ist.

Von Nice aus hatten wir also abermals einen Schlafwagen gebucht was sich als sehr sinnvoll herausstellte. Anfangs hatten wir das Abteil (gedacht fuer 6 Personen) fuer uns alleine und klappten die mittleren Betten hoch um ein gemuetliches Abendmal zu halten, was wir uns noch in Nice besorgt hatten: Brot, Butter, leckere Wurst, Tomatencreme und Kaese. Es schmeckte koestlich und gemuetlich hatten wir es auch im schlafwagen waehrend uns der Zug in den Abend hinein in Richtung Atlantikkueste, Arcachon, schaukelte. Wir zueckten unsere Karten und spielten eine kleine partie Skat. Spaeter stieg ein junger, freundlicher Franzose ein der sich aber nach kurzer Unterhaltung schlafen legte und wir entschieden uns es ihm gleich zu tun, vorher hielten wir drei allerdings noch einmal unsere Nasen in den Fahrtwind. Auf dem gang ein Fenster runtergeschoben, schnupperten wir in die milde und nun voellig schwarze Nacht Suedfrankreichs und freuten uns auf den naechsten Tag.

Um ca. 7 Uhr Morgens mussten wir in Bordeaux umsteigen und hatten dann nocheinmal ca. eine Stunde Fahrt in einem sehr modernen Zug. Wir waren doch relativ erholt, jedenfalls hatten wir schon schlimmere Fahrten erlebt.

Jedoch hatten wir Hunger und so machten wir uns im gemuetlich und noch verschlafen wirkenden Arcachon auf Nahrungssuche. Immer der Nase nach, brachte uns auch diesmal auf den richtigen Weg und wir landeten prompt auf einem kleinen, aber sehr sehr exklusiven Markt. Alles gab es zu kaufen und die Gemuesestaende laeuchteten und quollen ueber vor Gemuese und Obst in allen Formen und Farben. Fisch, koestlich duftende Haehnchen, Kaese und Wurst die uns das Wasser im Mund zusammen laufen liessen. Bald war entschieden und wir kauften das wohl bisher dekadenteste Mahl der Fahrt. 3 koestliche Wuerste fuer 15€, zwei Stuecken Kaese (ca. 500 gramm zusammen) fuer 20€, ein Brot fuer 4€ und ein paar Nektarinen, eine Tomate, Aepfel und eine Honigmelone. Sauteuer alles, aber als wir uns an die Promenade vor einen traumhaften weissen Strand, einem dunkelblauen Ozean und unter strahlender Sonne zu einem Mahl niederliessen, waren wir uns sofort einig, das sich jeder Euro gelohnt hatte!! Es schmeckte himmlisch und eine aeltere Dame teilte Max mit einem freundlichen Zwinkern mit, dass es wohl auch gut aussah, wie wir mit unseren dicken Rucksaecken und all den Koestlichkeiten vor uns ausgebreitet dasassen und die Sonne und das Essen genossen.

Danach natuerlich ab an den Strand, schnell ins Wasser abkuehlen und danach Malti eingebuddelt damit er nicht verbrutzelt.

Wir verbrachten den ganzen Vormittag am Strand und gegen Mittag stand nun die Entscheidung aus, wo wir die Nacht verbringen wuerden. Dies fuehrte zu leichten Unstimmigkeiten und war nicht so einfach. Letztendlich entschieden wir uns fuer den Campingplatz in Arcachon und schlugen unser Zelt in einem urmeligen Waeldchen auf, welches den Campingplatz darstellte.  Aber nach aussprache und Dusche fuelten wir uns besser und abermals lenkten wir unsere Gedanken auf zwei wichtige Entscheidungen. Was gibt es zu essen, bzw. wo (es war Sonntag) und noch viel wichtiger: Wo wuerden wir das Entscheidungsspiel der WM verfolgen koennen.

Wir gingen in die Stadt und entschieden uns fuer ein nettes kleines Lokal dessen Kellner absolut mit 6 Tischen ueberfordet war und dessen Portionen einer Vorspeise glichen. So gab es Spaghetti Bolongnese fuer mich und Malte und Cabonara fuer Max. Danach eigentlich ein Crepé, aber unser Kellner war mittlerweile so an seine Grenzen gestossen, dass wir bis zur Bestellung der Crepés bereits 1 1/2 Stunden gebraucht hatten und ich entsetzt aufsprang, da unsere Jungs bereits seit einigen Minuten spielten. So lief ich vor um das Spiel zu sehen und die Jungs hatten das Glueck meinen Crepé mitessen zu koennen. Auf dem Hinweg zum Restaurant hatten wir eine nette Kneipe gesehen in der wir das Spiel sehen wollten. Doch bei meiner Ankunft dort, musste ich feststellen, dass sie nun bis auf den letzten Platz gerammelt voll war und ich konnte nur von der Tuer aus ein wenig des Spiels sehen… 7 Minute 0:0 also los um eine andere Moeglichkeit zu finden. Ein Bisschen weiter die Strasse runter hatte ich dann auch Glueck und fand ein weniger volles Cafe. Per Handy den Jungs mitgeteilt, wo ich war und so kamen sie kurze Zeit speater etwas keuchend auch dort an und wir konnten ein spannendes Spiel erleben. Nach dem Sieg der Spanier gab es Beifall der Gaeste im Cafe und auch von uns und wir waren uns, obwohl niedergeschlagen, doch einig, dass sie den Sieg verdient hatten.

 

Wir machten noch einen kurzen Gang an die Promenade und auf einen grossen Steg der weit ins Meer ragte um ein paar Bilder zu machen, uns noch ein wenig zu bewegen und um den naechtlichen Ausblick zu geniessen. Dann ueberkam uns die Muedigkeit und wir machten uns abermals auf den Weg zurueck zum Campingplatz wo wir uns noch mit einem Eis belohnten und dann ins Bett gingen.

 

Am neachsten Morgen standen wir frueh auf da wir noch nach einem Internetcafe gucken, einkaufen und dann um ca. 12 Uhr den Zug nach Préfailles (auf das ich mich schon wahnsinnig freute) nehmen wollten. Mittlerweile recht routiniert war aller Krams schnell zusammengepackt, das Zelt abgebaut und ein kleines Mahl mit den Resten der Koestlichkeiten des Vortages gehalten. Beim auschecken erfuhren wir, dass es auch auf dem Zeltplatz einen Computer gab. Schnell entschieden wir uns diesen zu nutzen, was sich als schwerer Fehler herrausstellte da der PC sehr alt und langsam war und das Internet noch schlechter. Malte gab sein bestes und begann den Artikel ueber Rom zu schreiben, den ihr ja nun schon lesen konntet. Danach machten wir uns fix auf zum Bahnhof, kauften noch schnell etwas zum „Mittagessen“ und erreichten puenktlich den Bahnhopf wo der Zug bereits wartete. Also schnell rein und gleich ein zweites Freuhstueck abgehalten, da uns schon wieder der Magen knurrte. Reisen ist halt doch anstrengend und eine der vielen Erkentnisse die wir auf unserer Reise bisher gemacht haben ist, dass Hunger der absolute Stimmungs- und Reisekiller ist ;-)

Dann ging es ueber Nantes nach Préfailles. 

Neben mir sitzen jetzt gerade die Jungs, Max ist fleissig am Bericht schreiben ueber Préfailles und Malte bruetet ueber seinem Buch und ist schon scharf drauf unsere jetzige Station Antwerpen zu schreiben. Aaaaber… bis dahin muesst ihr euch noch ein bisschen gedulden. Dafuer ist Max bald fertig…

Wir freuen uns alle drei schon richtig auf zu hause, auf euch! Und nun ist es ja auch wirklich nicht mehr lange. Haben deine Einladung erhalten Birte und freuen uns drauf mit dir und den anderen mal wieder richtig einen drauf zu machen.

 

Also… Gruesse an alle, besonders an meinen Schatz Sarah, wir freuen uns auf euch alle!!!

 

Die drei Globetrotter

Nice(Nizza)

Juni 30, 2008

So Freunde der Sonne.

In Nizza angekommen stellte sich die gleiche Frage wie immer: Wie kommen wir zum Hostel? Gluecklicherweise hatten wir den Flyer, den wir im Hostel in Roma gefunden haben parat. Dieser wies uns an eine kostenlose 0800# zu waehlen, was wir auch taten, von einer Telefonzelle vorm Bahnhof. Die Frau vom Hostel, mit der wir telefonierten meinte, wir sollten die Tram Richtung „Las Planas“ nehmen und eine vor der Endstation auszusteigen, um dann anschliessend, vor dem „Casino Marche“ auf den Shuttle-Bus des Hostels zu warten. Wir taten wie geheissen, doch der Bus war noch nicht da, also noch kurz eingekauft. Der erste Bus ist ohne uns gefahren, weil Max und Rene stundenlang in der Schlange stehen mussten. Wir haben noch nie so langsame Kassen wie in diesem Supermarkt gesehen, es war grotesk. Nun denn, die Jungs kamen raus und der Bus hat kurz gewartet, eingestiegen, 5min Fahrt, meisst bergauf, angekommen, ausgestiegen, zur Rezeption und zum 5 oder 6 mal erklaert bekommen, dass wir die erste Nacht auf zwei Zimmer aufgeteilt werden und die Zweite in ein Gemeinsammmes umziehen werden und erneut gefragt, ob dies okay ist. Ja is okay, super. Das Hostel bietet Platz fuer 300 Leute, das is enorm fuer ein Hostel. Die Angstellten waren staendig in Bewegung, nicht wie in anderen Hostels, wo der Rezeptionist Zeit hat, seinen gesamten, 2 GB GMail Posteingang zehn mal am Tag komplett durchzulesen. Die Raueme waren sehr freundlich und hell. Allerdings hatten wir in der ersten Nacht 11-12 Nachbarn im selben Raum, was allerdings nicht weiter problematisch war. Der Gemeinschaftsraum war schoen gross, mit grossen bunten Fenstern die an eine Kirche erinnerten. Spaeter erfuhren wir in einem persoenlichen Gespraech mit dem Eigentuemer, dass die Villa vor 10 Jahren tatsaechlich noch ein Kloster und der Gemeinschaftshaltsraum die Kapelle gewesen war. Es standen 10 PCs und mehrere bequeme Sitzmoeglichekeiten, wie Sofas und Sessel, sowie Tische und Stuehle in diesem Raum, der auch als Fruehstuecksraum diente. Kurz frischgemacht und den Regionalzug nach „Cap d’Ail“ genommen, wo uns nach 20min mal wieder ein Steinstrand erwartete.

Aber diesmal keine Steine, die in die Hand passen, sondern richtige Felsen. Allerdings sehr schoen gelegen, keine Touristen. Das Meer wurde sehr schnell tiefer, dadurch war das Wasser selbst dicht am Ufer immer stark in Bewegung, was dafuer sorgte, dass auf dem Grund schoene Steine, so glatt wie Handschmeichler zu Hauf herumlagen. Also wie immer: ein bisschen in der Sonne gebrutzelt, ein bisschen geschwommen, ein bisschen geschnorchelt und was neu war: nach Steinen getaucht. Als wir dann genug vom Meer hatten, sind wir mit der Bahn, immernoch kostenlos, weil es immernoch ein gueltiger Reisetag des Interrailtickets war, zurueck zum Hostel gefahren. Da haben wir uns vorm Deutschlandspiel noch eine Brotzeit genehmigt. Der Beamer war schon aufgebaut, als wir den Gemeinschaftsraum betraten und wir hatten Glueck: ein Sofa war noch frei, da anscheinend keiner auf die Idee gekommen ist es um 180º zu drehen, so dass es auf die Leinwand gerichtet ist. Dann noch schnell 3 Halbe-Liter-Bier(deutsches Erzeugniss) fuer 1euro pro Dose geordert, perfekt? Leider nicht ganz, denn der Beamer hatte eine sehr schlechte Aufloesung, weswegen es schwer war, den Ball im Auge zu behalten. Ausserdem hatten wir genau wie ihr die gleichen aussetzer in der Ausstrahlung, bloss dass bei uns auch noch einmal der PC der das Bild lieferte abgestuerzt ist, was auch nochmal mit 5min zu Buche schlug. Der Sieg ueber die tuerkische Mannschaft entschuldigte dies jedoch. Nach dem Spiel sprach uns eine Amerikanerin, Claire, an die eine Frage zum Spiel hatte. Sie war mit ihrer Freundin unterwegs. Claire versicherte uns, dass sie die Tochter von Sylvester Stalone sei. Sie war ein bisschen abgedreht, aber witzig. Wir haben eine ganze Weile mit ihr draussen gesessen, geraucht, Bier getrunken und erzaehlt. Zurueck im Gemeinschaftshaltsraum hat sie und dann noch ein nettes Saufspiel gezeigt (Rene sagt mir, Malte, gerade das er es schon kannte). Irgendwann sind wir dann ins Bett gegangen.

 

Am naechsten Morgen kurz gefruehstueckt, durch die Innenstadt geschlendert und dann ab zum Strand von Nizza. Die Jungs waren relativ fit, aber ich ein bisschen muede/zerstoert. Am naechsten Morgen kurz  Hier fanden wie zu erwarten viele Badegaeste vor, der Strand war in viele kleine Abschnitte gegliedert, die Gott sei Dank nichts kosteten. Das Wasser war schoen, allerdings war die Sicht die ersten 2 Meter unter der Oberflaeche durch kleine Luftblaesschen getruebt, schnorcheln war also nichts. Der Strand war ebenfqlls steinig, diese waren jedoch wesentlich runder und auch ein bisschen kleiner als in Split, was den Weg zum Wasser wesentlich angenehmer machte. Nach dem Strand haben wir einen guenstigen Friseur fuer Rene gesucht und einen sehr netten Herren gefunden, der ihm sehr ordentlich den Kopf rasiert hat, und am Ende noch mit einem alten Rasiermesser in Renes Nacken nachgebssert hat.

Anschliessend haben wir eingekauft und Rene und Max haben eine himmlische Paella gezaubert. Einstimmig das beste Essen, dass wir waehrend der gesamten Reise gegessen haben, incl. der Restaurantbesuche.

Spaeter haben wir uns natuerlich auch noch angeshen wie die Spanier die Russen niedergemetzelt haben. Danach sind wir noch mit einer Meute Richtung Stadt gefahren, sind dann aber im wahrsten SInne des Wortes gestrandet. Dylon hatt die meisste Zeit auf dem Weg auf seiner Guitarre gespielt. An den Strand kann ich mich kaum noch erinnern, da ich die ganze Zeit gepennt habe, tja ich brauch halt viel Schlaf :-) . Aber soweit ich weiss konnte Max am Strand dann seinen Entzug unterbrechen und schoen Guitarre spielen, endlich. Allerdings waren wir schon gegen 2Uhr zurueck im Hostel und bald ins Bett.

Die erste richtige Amtshandlung dies naechsten Tages war dann den Nachtzug um 20:25 nach Arcarchon zu buchen. Was allerdings nach hinten los ging, denn der Zug war komplett ausgebucht. Dumm wenn man alles Fuenf vor Zwoelf erledigt. Also blieb uns nichts anderes uebrig, als noch einen Tag in Nice dranzuhangen, auch kein Problem. Wenn das Hostel nicht ebenfalls komplett ausgebucht gewesen waere. Wir haben allerdings mit der Rezeption geregelt, dass wir gegen einen kleinen Obolus fuers Fruehstueck, open air hinter einem Nebengebaeude uebernachten durften, was eigentlich sogar schoener war als in den Schlafsaelen. Waehrend wir eine Stunde (nicht umsonst, aber es fuehlte sich in dem Moment so an) in der Schlange zum Schalter standen, haben wir dann zwei Maedels, die Cat und Claire(schon wieder) hiessen, die wir schon vom sehen aus unserem Hostel kannten, getroffen und mit den beiden und einem dritten Maedchen einige Stunden am Strand verbracht.

 

An dieser Stelle moechte ich sagen, dass wir dieses (dritte) Maedchen sehr oft getroffen haben, unter anderem, da sie das gleiche Hostel hatte wie wir, aber trotzdem kann sich keiner mehr an ihren Namen erinnern. Der Umstand hatte sicherlich auch damit zu tun das wir sie Anfangs ein bisschen nervig fanden. Spaeter als wir sie dann besser kennen gelernt haben und doch ganz nett fanden hat niemand mehr dqrqn gedacht, sie nach ihrem Namen zu fragen, was nach der Zeit auch komisch gezesen waere.

Abends haben wir dann, waehrend des selbstgemachten Essens Roseanna und Hanna aus Schweden kennen gelernt, die uns Ueberreden wollten mit in einen Club im Hafen zu kommen, der Nova hiess. Allerdings waren wir maessig ueberzeugt. Ueberzeugender gab sich sich jedoch die charmante, gebrochen deutsch sprechende Rezeptionistin. Ihr Vorschlag war, mit ihr und ein paar anderen Hostelmitarbeitern, unter anderem die zwei Soehne des Besitzers, eine neueroeffnete Bar ebenfalls naehe Hafen, aufzusuchen. Wie sie sagte gaebe es da auch eine ‘lustig Uhr’, was bei uns wohl in etwa gleichbedeutend mit ‘Happy Hour’ ist. Als wir dann, dummerweise kurz nach ihnen, losgefahren sind wussten wir nur grob wo wir hinmuessen. So sind wir dann eine ganze Weil durch das Hafenviertel geirrt.

Das Nova haben wir dann sogar noch erspaehen koennen, wo wir auch die schon gut abgefuellt Roseanna getroffen haben, die wohl auch die Naehe der Maennerschaft gesucht hat. Kurz im Nova gezesen, jedoch nicht wirklich ueberzeugt, haben wir uns weiter auf die Suche nach der Bar gemacht. Wurden jedoch auch nicht mehr fuendig. Sind dann zurueck zum Nova und mit einigen Leuten; groessten Teils, an der Promenade, zum Partyviertel gelaufen. Da hat es uns jedoch angesichts aufkommender Erschoepfung und horenser Getraenkepreise bald nach Hause gezogen; das heisst in das Schotterbett hinter einem Nebengebaeude des Hostles. Bevor wir jedoch entgueltig im Bettchen lagen, haben wir allerdings noch ein Stuendchen im fast leeren Gemeinschaftsraum verbracht, in den nach einer halben Stunde die Bargaenger ziemlich angeschossen einfielen. Mit den haben wir dann noch kurz gequatscht. Und dann Aeuglein zu.

Am naechsten Tag ist Max frueh aufgestanden und hatt schon zwei Berichte fuers Blog geschrieben und Rene und ich haben bis ca. halb 12 gepennt. Den Tag ueber sind wir nochmal an den Strand gegangen, haben allerdings an dem Tag nichts Besonderes mehr gemacht. Abens haben wir den Nachtzug nach Arcachon genommen.

Bald kommt mehr, zumindest noch Arcarchon.

Zeit ist Geld und Geld ist auch Geld und 3,50 fuer eine Stunde Internet ziemlich viel, daher gehts jetzt auf zum Montmartre.

Bis Bald ihr lieben,

Rene, Max & Malte

Roma

Juni 28, 2008

So, die Jungs schlafen immernoch. Wie sie das bei der Hitze und Sonne koennen ist mir unklar, aber ich goenne es ihnen, mal ein bisschen auszuschlafen. Oh ploetzlich sitzt Malte hinter mir ;)

Nachdem wir am Bahnhof in Rom angekommen waren und von der drueckenden Hitze erschlagen wurden, fiel uns auf, dass wir vergessen hatten, die Adresse des Hostels aufzuschreiben, das wir reserviert hatten. Fast drei Wochen unterwegs und immernoch die gleichen Anfaengerfehler… Ab ins naechste Internetcafe, die Adesse rausfinden. Das Hostel ist ca. 5 Min zu Fuss vom Bahnhof und wir finden es sofort. Fuer 25 Euro per nacht wird uns ausser einem Bett und einem schimmligen Bad wirklich garnichts geboten. Kein Gemeinschaftsraum, keine Kueche. Wir lassen unsere Sachen im Hostel und ziehen los um Rom zu erkunden. Ich finde es in der nun eingetretenen Mittagshitze unertraeglich und bin froh, dass uns der Hunger in ein klimatisirtes Chinesisches Restaurant treibt, in dem wir fuer Rom-Verhaeltnisse recht guenstige aber auch recht kleine Mahlzeiten erhalten. Draussen sind es ca. 30, gefuehlte 40 Grad und ueber der Stadt haengt eine riesige Dunstglocke. Ich habe das Gefuehl kurz vor einem Kreislaufzusammenbruch zu stehen und gehe zurueck ins Hostel um einen Mittagsschlaf zu halten, waehrend die beiden Jungs im Interet recherchierten. Nach einem erholsamen Mittagsschlaf und einer Kalten Dusche geht es wieder los, die Stadt erkunden. Rom ist eine beeindruckende Stadt und strahlt einen unglaublichen Charme aus. Wir sind ganz in der naehe des Kollosseums, schauen uns aber nur von aussen an, da uns 11 Euro p.P. und die Menschenmassen abschrecken. Eine junge aufdringlichen Frau versucht uns erfolglos fuer eine abendliche Sauftour fuer ,,nur“ 20 Euro zu begeistern. Wir gehen weiter durch die Stadt, immer nach Schatten suchend, in richtung eines netten Viertels, dass uns fuer Cafes und Restaurants empfohlen wurde. Auf dem Weg finden wir auf einer Tiber-Bruecke eine einladende Eisdiele und sind uns ein Paar minuten Spaeter und 10 Euro aermer sicher, das beste Eis unseres Lebens gegessen zu haben.

Wir gehen gemuetlich durch das Viertel, vergleichen die Angebote der Restaurants, bewundern die schoenen Altbauten mit prachtvoll bewachsenen Dachterassen. Ich finde einen Laden mit Vintage-Gitarren, die so Alt und schoen sind, dass ich mich nicht traue, sie auszuprobieren. Wir sind ueberrascht von der offenheit des Verkaeufers, der zwar sofort merkt, dass wir nichts kaufen wollen, aber trotzdem super nett ist und uns vieles erklaert. Ich vermisse das Musikmachen.

Es wird langsam Abend und wir schon wieder hungrig. Da wir keine Kueche haben und fastfood fast genausoteuer ist wie Essengehen, gehen wir wieder in ein Restaurant, diesmal aber mit einheimischer Kueche. Wir Essen Pasta und Pizza, natuerlich. Das Essen ist gut aber der Service schlecht, deswegen gibt es kein Trinkgeld. wir ziehen weiter zu einem Platz, auf dem sich abends die Jugend trifft. Tatsaechlich sind viele Junge und Alte Menschen dort, in Cafes, Bars und auf dem Platz, trinkend und quatschend. Viele Inder versuchen komisches blinkendes fliegendes Spielzeug zu verkaufen. Wir kaufen am Kiosk das teuerste Bier der Fahrt (fast 4Euro fuer 0.25L) weil wir nicht nach dem Preis fragen, wieder ein Anfaengerfehler. Wir setzen uns auf den Platz und beobachten das treiben. Wenig spaeter lernen wir Arielle und Isaac kennen, Amerikaner. Uns faellt immer mehr auf, dass man auf einer Reise durch Europa komischerweise fast nur Menschen aus den Usa, Kanada oder Australien trifft. Arielle macht mehrfach deutlich, dass Isaac ihr Bruder ist und sie scheint uns sehr zu moegen…

Rene zieht nocheinmal los, um etwas guenstigeres zu Trinken aufzutreiben. wird fuendig und wir trinken noch ein Bier.

Die beiden Amerikaner scheinen danach schon sehr beschwippst und wollen Feiern. Wir gehen zusammen in einen Club, der uns von einem Typen auf dem Platz empfohlen wird. Er ist sehr klein, hat keine Tanzflaeche und auch sonst nicht viel zu bieten. Wir sitzen noch ein bisschen drinnen und quatschen, dann gehen wir zurueck zum Hostel. Reisen ist anstrengend und unser abendliches Durchhaltevermoegen dementsprechend immer nicht all zu gross.

Nach einer wieder recht kurzen Nacht (wir muessen wie ueblich um 10 auschecken) stehen wir auf und es ist noch schwueler als am Vortag. Mittlerweile hat sich einiges an Dreckwaesche angesammelt und wir gehen in eine Waescherei, in der wir ganzschoen uebers Ohr gehauen werden. Waehrend wir auf die Waesche warten, gehen wir fuer das Fruehstueck einkaufen. Wir finden einen netten Park in dem wir fuehstuecken und im Schatten bis zum Nachmittag vor uns hindoesen, da keiner sich in der Lage fuehlt, sich bei diesem Wetter zu bewegen. Nachmittags machen wir uns auf in richtung Vatikan um den Vorplatz und Petersdom zu sehen. Unsere Orientierung versagt etwas, aber das ist garnicht schlimm, denn so wandern wir stundenlang durch einen wunderschoenen riesigen Park voller antiker Skulpturen, Brunnen und wunderschoenen Palmen und Baeumen. Gottseidank gibt es in Rom ueberall kleine Brunnen, an denen es sehr leckeres und eiskaltes Trinkwasser gibt. Bei jedem machen wir halt, fuellen unsere Flasche auf und lassen uns kaltes Wasser ueber Haende und Fuesse laufen, was eine echte Erfrischung ist. Nach dem Park kommen wir in ein viertel, dass beweist, das auch Rom haessliche Seiten hat. Heruntergekommene Plattenbauten und Muell, unglaublicher Strassenlaerm.

Endlich finden wir den Vatikan, sitzen auf dem Vorplatz und bewundern die Architektur, ruhen uns etwas von der anstrengenden Wanderung aus. Es ist schon fast 8 und wir sind sehr hungrig, machen uns auf den Rueckweg um etwas zu essen zu finden und unser Gepaeck zu holen, da wir den Nachtzug nach Nizza nehmen wollen.

Wir essen bei McDonalds, was wie immer enttaeuschend ist, aber es musste schnell gehen und alles andere Fastfood in der innenstadt ist unbezahlbar. Wir sind beeindruckt, das sogar McDonalds in Rom aussieht wie ein Nobelrestaurant, im Keller eines Prachtvollen Gebaeudes mit gewoelbten, bemalten und stuckverzierten Decken.

unbefriedigt aber halbwegs satt gehen wir zurueck zum Hostel, duschen nochmal, bevor wir zum Bahnhof aufbrechen. Der Zug ist komplett ueberfuellt, wir sitzen auf dem Gang und versuchen ein bisschen zu schlafen. Als es etwas leerer wird machen wir uns einfach im Gang lang und schlafen dort, viele tun es uns gleich. irgendwann wird ein Platz frei, den ich mir schnappe, weil die Jungs schlafen. dort doese ich ein bisschen und sehne mich nach meinem Bett.

Wir muessen morgens zweimal umsteigen und kommen schliesslich ziemlich unerholt in Nice an, zu Nice gibts spaeter mehr.

So, jetzt sind die beiden wach und wir werden gleich mal die Reste unserer leckeren Pasta von gestern essen und dann wahrscheinlich wieder an den Strand. Bis bald, seid alle Gegruesst, wir denken an euch!

Rene, Malte und Max

Split, Teil 2

Juni 28, 2008

So, nachdem wir jetzt einige Zeit nichts mehr gepostet haben, wird es Zeit, die letzten Tage aufzuarbeiten. Gerade sitze ich (Max) morgens um ca. 9.30 in Nice (Nizza) im Computerraum des beeindruckendsten Hostels, das wir bis jetzt gesehen haben (aber dazu spaeter mehr) und draussen braet schon wieder die Sonne.

Der letzte Bericht endet mit unserem ersten Tag in Split, da werde ich jetzt anschliessen.

Split war bis jetzt der erhohlsamste Abschnitt unserer Reise. Wir verbrachten 3 naechte auf dem schoenen kleinen Campingplatz direkt am Meer. Viele Familien mit Wohnmobilen oder Wohnwagen besiedelten den steinigen Boden unter Pinien, die gottseidank fuer ausreichend Schatten sorgten. Da unsere Gehirne durch die uns auf den Kopf brennende Sonne anscheinend etwas geschwaecht waren, gelangen unsere Berechnungen beim Zeltaufbau aber nicht fehlerfrei, was dafuer sorgte, dass wir jeden morgen zwischen 8 und 9 aus der Sauna klettern mussten, die zuvor unser Zelt gewesen war. Statt sich morgens unter die Duschen zu stellen, sprang man vom Campingplatzeigenen Sprungturm (ca. 1 1/2 und 4 Meter) direkt ins tuerkise adriatische Meer. So schnell wird man selten munter!

Zwar war das Meer in Kroatien nicht kalt, aber angenehm erfrischend, doch die Bucht am Campingplatz hatte ihre tuecken. direkt dort endete ein Fluss, der irgendwo in dem Gebirge entsprang, auf das wir blickten. Das eiskalte Gebirgswasser floss direkt am Strand in das Meer. Wenn man oben schwamm, war das wasser daher suess und kalt, tauchte man unter, wurde es deutlich waermer und salziger.

Auf der anderen Seite der Bucht befand sich der naechstgelegene Ort, Stobrec und eine Strasse die anscheinend Motorradfahrer zum rasen anregte. Daher war tagsueber der Geraeuschpegel dort recht hoch weshalb wir uns auf die suche nach einem abgelegeneren Strand machten. Die nette Rezeptionsdame empfahl uns einen Strand, ca. 10 minuten entfernt, den wir gleich aufsuchten.

Dieser war tatsaechlich sehr leer und sah wunderschoen aus, am Hang einer steilen Felskueste, mit steinen statt Sand. Das hatte einige Tuecken, sowohl beim finden einer bequemen liegeposition, aber viel mehr beim Versuch ins Wasser zu kommen. Die relativ grossen Steine im Wasser waren algenbewachsen und recht glitschig, zwischen ihnen versteckten sich zahlreiche Seeigel und scharfkantige Muscheln. Unsere Fuesse sahen aus, als haette der Strand nicht aus Steinen sondern aus Scherben bestanden. Es gab mehrere Fuss-OPs mit Pinzette, Messer und Nagelschere, um Steine und Muschelreste aus Wunden und Rissen in der Hornhaut zu entfernen. Aber all die Strapazen wurden mit einem wundervollen Schwimmerlebnis im erfrischenden klaren Wasser und toller Sicht auf zahlreiche Fische durch die erworbene Taucherbrille belohnt.

Neben den Taeglichen Strandbesuchen fuhren wir auch zweimal mit dem Bus in die Innenstadt, um einige Sachen zu besorgen und die Stadt zu erkunden.

Neben den beeiindruckenden Straenden und tollem Meer hat Split eine charmante kleine Altstadt zu bieten, die mit ihren schmalen Gassen und kleinen Geschaeften etwas an Prag erinnnert, aber lang nicht so ueberfuellt ist.

Auf dem nahen Markt kauften wir uns ein scharfes Messer, was uns in unserer spartanischen Campingausruestung noch fehlte, sowie eine neue Sonnenbrille und einen neuen Strohhut fuer Max und einen neuen Tagesrucksack, da der alte ja in Prag abhandengekommen war.

Im nahegelegenen Hafen, wo sich zahlreiche Linienfaehren und Segel- und Motoryachten tummelten buchten wir Faehren-Tickets fuer die weiterfahrt nach Ancona.

Nach einer letzten von furchtbarer Live-Schlagermusik aus Stobrec verdorbenen Nacht und einem letzten besuch unseres Lieblingsstrandes machten wir uns am Sonntag Nachmittag auf zum Hafen, gespannt auf die Ueberfahrt, die von 21 bis 7 uhr dauern sollte.. Wir hatten die guenstigesten Tickets gebucht und hatten daher keinen liege oder Sitzplatz, nur kleine Tische und Stuehle an Deck. Nachdem wir den Ablegevorgang verfolgt und die Sonne untergegangen war und nach einer Lauwarmen Cervisia, die wir noch im Rucksack hatten machten wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz. Mir gefiel die Vorstellung unter freiem Himmel auf dem Sonnendeck zu schlafen, doch Russ und Kondeswasser aus dem Schornstein machten uns einen Strich durch die Rechnung. Daher legten wir uns mit Isomatten und Schlafsack auf das Ueberdachte Deck mit dem kleinen Tischen in eine Ecke und schliefen beim Rauschen des Meeres und dem Droehnen der Dieselmaschinen relativ gut.

Am naechsten Morgen erwischten wir nur knapp den Anschlusszug nach Rom, wo wir am Montag vormittag wohlbehalten bei unglaublich drueckend schwuelem und heissem Wetter ankamen.

So, bevor ich mich vielleicht gleich noch an den Bericht fuer Rom mache, werde ich mal schauen ob die beiden Jungs aufgewacht sind und noch ein bisschen fruehstuecken.

heute ist der 21 Tag unserer Reise, Halbzeit sozusagen. Wir sind uns nicht sicher, ob die Zeit schnell oder langsam vergangen ist, auf jeden Fall haben wir unglaublich viel erlebt und viele nette Menschen kennengelernt.

Der Anfang der Reise scheint schon unwirklich weit weg, trotzdem habe ich nicht das gefuel schon 3 Wochen unterwegs zu sein. Ich bin gespannt was die zweite Haelfte mit sich bringt, freue mich auf neues.

Auf der anderen Seite vermisse ich auch einiges. Als erstes die Menschen die mir nahe sind, Paula, meine Familie und Freunde, die zurueckgelassenen Jungs, Felix und Christoph. Ich freue mich euch wiederzusehen.

Platz zwei der Dinge, die ich vermisse teilen sich mein Bettchen und meine Gitarre ;)

Ich hoffe euch geht es allen gut, jetzt werden meine Finger lahm. Bald kommt mehr. Bis dahin, viele viele liebe Gruesse eure drei!

Zagreb / Split

Juni 23, 2008

Also ab zum Bahnhof und nach Kroatien.

Das einzige Problem war nur, dass die Zugverbindungen alles andere als gut waren und wir nicht so einfach ans Meer fahren konnten. Wir mussten eine Nacht in Sagreb, der Hauptstadt von Kroatien, bleiben um problemlos weiter an eine der Kuestenstaedte zu kommen. Auch das war problematisch, da jene die in Frage kamen nur sehr schwer zu erreichen waren. Also brauchten wir einige Zeit um eine Moeglichkeit zu finden die unseren Plan, nach Frankreich zu fahren, mit dem Wunsch nach Kroatien an die Kueste zu kommen verband. Doch wir fanden eine Moeglichkeit und entschieden uns nach Split, eine Kuestenstadt im Sueden von Kroatien zu fahren, von der aus man mit der Faehre nach Italien fahren konnte.

Auf dem Weg nach Zagreb schlaengelte sich der Zug durch eine wunderschoene Landschaft von der ich in Kroatien, ohne Vorurteile, wirklich nicht zu traumen gewagt haette. Man hat manchmal einfach ein Bild vor Augen wenn man an etwas, zum Beispiel ein Land in diesem Fall, denkt und das war bei mir Kroatien mit Palmen und Starnd. Nun aber offenbarte sich uns eine leicht bergige Landschaft durch die uns der Zug schaukelte, etwas erinnernd an den Schwarzwald vieleicht.

Ein wunderschoenes gruen ueberdeckte alle Haenge und Taeler und mittendrin kleine Gemeinden mit nur wenigen Haeusern. Steckte man den kopf aus dem Fenster ueberwaeltigte einen eine Vielzahl von wunderbaren Geruechen die staendig wechselten da der Zug einen von einem ins naechste Tal trug und man konnte sich nicht satt sehen.

Max und Malte genemigten sich ein Flaeschchen Wein waerend ich den Anblick mit einem Bier begoss. Irgendwann wurde es wirklich dunkel… und das nicht nur draussen sondern auch im Zug… denn das Lich funktionierte anscheinend nicht.

Das viel uns aber auch erst auf als die Schaffnerin uns darauf aufmerksam machte, dass wir leider in den vorderen, beleuchteten Teil des Zuges umziehen sollten. Das war unser Glueck, denn so lernten wir gleich ein Musterbeispiel kroatischer Gastfreundschaft kennen. Damir, ein 32-Jaehriger Kroate sass alleine in einem Raucherabteil und wir setzten uns zu ihm da wir nicht mehr lange zu fahren hatten und nicht lang suchen wollten. Er sprach sehr gutes englisch und wir kamen schnell ins Gespraech. Er hatte Frau und drei Kinder und machte einen sehr pfiffigen, sowie freundlichen Eindruck auf uns. Nach einiger Zeit fragte er uns ob wir hungrig seien… was wir verneinten. Doch man merkte das ihn das ein wenig unruhig machte… und bald wussten wir auch warum… er wollte uns unbedingt von seiner, aus kleinstherstellung erzeugten, Wildwurst probieren lassen was auch gut so war… denn sie war koestlich und genau das richtige fuer uns… so endeten wir mit ihm bei Wurst, Brot Zigaretten und einheimischem Kreuterschnapps der stark und lecker war. Max anmerkung, dass man solche Gastfreundschaft nicht ablehnen sollte stimmten wir zu und so stiegen wir gut gefuellt, zweierlei, aus dem Zug und bedankten uns herzlich bei Damir, der sichtlich begeistert davon war das es uns so gut geschmeckt hatte. Er gab uns noch ein paar nuetzliche Tipps fuer unsere weitere Reise und so machten wir uns auf die Suche nach unserem Hostel was wir bereits gebucht hatten. Es war schon ca. 10 Uhr und wir waren doch leicht angeschlagen… doch der Zufall wollte, dass der Herbergsvater am Bahnhof stand um Reisede fuer sein Hostel „anzuwerben“ (wie es bisher in allen groesseren Bahnhoefen ueblich war) und uns so mit dem Auto bis vor die Tuer des Hostels brachte. Er kam aus Stuttgart und wir hatten noch eine nette kleine Unterhaltung mit ihm. Das Hostel war maessig, doch uns war es egal und wir legten uns gleich ins Bett… bereits mit Meeresrauschen in den Ohren.

Am naechsten Tag machten wir uns frueh auf die Socken um endlich ans Meer zu kommen… und kamen nach einer tollen Zugfahrt mit noch tollerer Landschaft um ca. 17.00 Uhr in Spilt an. Nach kurzer Orientierungsphase fuhren wir mit dem Bus zu unserem Campingplatz, der klein, guenstig und der nett war… bzw. ist, denn hier sind wir im Moment noch immer. Wir sitzen gerade in der Stadt in einem Internetcaffe da wir unsere Reise weiter Planen muessen und ich letztes mal nicht die Zeit hatte den Bericht fertig zu stellen. Deshalb ist er auch ein wenig durcheinander, weil vorgestern morgen begonnen und heute beendet.

Wir sind alle guter Dinge, haben vorhin die Faehre nach Ancona (Italien) gebucht (Sonntag Abend) und haben aussicht auf 2 weitere Tage bei wolkenlosem Himmel und 30 C°. Das Wasser hier ist unglaublich klar und wir wollen uns eine Taucherbrille zu kaufen um ein wenig zu schnorcheln… heute Abend wollen wir noch essen gehen… hoffentlich lokale Spezialitaeten… Max hat bock auf Fisch… hoert sich gut an finde ich! Achja.. sau gutes Spiel das unsere Jungs gegen Portugal geliefert haben finden wir… haben gestern Blut und Wasser geschwitzt und richtig mitgefiebert… was auch sonst bei den Temperaturen. Also gut.. mal sehen wann wir das naechste mal schreiben koennen, aber nun hattet ihr ja erstmal wieder gut was zu lesen :p

Wir haben festgestellt, dass wir uns nicht nach Braunschweig sehnen, aber nach euch allen… also solltet ihr einfach hierher kommen ;)

So… hier ist es zu warm in dem Raum… wollen Raus!!

Ich liebe dich Sarah und gruesse alle anderen… genau wie die Jungs!!!! Macht euch eine schoene Zeit!!!

Eure drei

Balatonfuered

Juni 20, 2008

Der Zug nach Balatonfuered war sehr alt und machte einen bummeligen, aber dennoch gemuetlichen Eindruck. Vorallem war er total leer und wir konnten uns schoen breitmachen. Die Reise sollte nur drei Stunden dauern und so waren wir guter Dinge. Schon in Budapest hatte sich der Tag mit Sonnenschein angekuendigt und auf dem Weg zum Balaton wurde es nun immer besser. Nach einiger Zeit bemerkten wir, dass einige Tueren des Zuges offen standen und man direkt an der Treppe nach draussen gucken konnte. Fuer uns ein voellig ungewohntes, aber gutes Gefuehl was sich noch steigerte, als wir einige Waggons weiter eine art Viehwagen wie aus amerikanischen Westernfilmen entdeckten, bei welchem links und rechts einfach die Schiebetueren offenstanden. Der Ballaton zog mit seiner Traumhaft tuerkiesen Farbe und herlich blauem Himmel an uns vorbei und wir liesen uns den Wind ins Gesicht pusten.

Vom Bahnhof Balatonfuered waren es ca. 20 Minuten zu fuss bis zu unserem Campingplatz.

Wir stellten schnell fest, dass auch hier der Tourismus einzug gehalten hatte, denn der Campingplatz war riesig und saemtliche Informationen waren auch in Deutsch angegeben und das Personal sprach deutsch(besser als englisch). Da es noch Nebensaison war, war der Platz ziemlich leer.

Da der Himmel langsam zuzog, leider gerade als wir zum ersten Mal in den See sprangen, zogen wir uns wieder an und machten uns auf die suche nach einem Supermarkt. Wir machten etwas zu essen und freuten uns auf das Fussballspiel. Diesmal jedoch etwas mehr als sonst da deutschlands letztes Gruppenspiel anstand, welches wir mit einem „erstehalbzeit“-, einem „halbzeit“-, einem „zweitehalbzeit“- und einem „Gewinnerbier“ begossen. Das reichte dann auch und zufrieden gingen wir ins Bett.

Da wir uns sehr wohl fuelten, entschlossen wir uns noch einen weiteren Tag hier zu bleiben und uns auszuruhen, da die ewige Reiserei schon sehr anstrengend war. Auch den naechsten Tag nutzen wir zum entspannen und als wir entdeckten, dass auf dem Campingplatz eine Wasserskibahn platziert war, war fuer mich der Fall klar und auch die Jungs wurden bald angesteckt.

So war das Nachmittagsprogramm mit Wakeboard fahren gesichert und wir hatten bei Sonne und Wolken eine menge Spass (und einen moerder Muskelkater am naechsten Tag… Wanja weiss wovon ich spreche!! ;-) Abends sollte es wieder Fussball und Bier geben… doch nun machte uns der Wettergott erstmals gehoerig einen Strich durch die Rechnung… und wir erlebten ein Gewitter das seines gleichen sucht. So beendeten wir das Spiel in der Halbzeit um nach dem Zelt zu sehen da wir angst hatten es wuerde wegschwimmen. Doch es hielt stand und nach einer durchregneten Nacht wachten wir gottseidank trocken am naechsten Morgen auf und machten uns wieder auf den Weg. Diesmal richtung Kroatien, weil wir uns nach dem Meer sehnten!

Budapest

Juni 20, 2008

Ok… guten Morgen alle zusammen. Es ist gerade 8:15 Uhr und ich (Rene) sitze in Kroatiens Hauptstadt Zagreb in einem kleinen Hostel um unseren Reisebericht, der ja nun schon einige Tage hinterherhinkt, auf den neuesten Stand zu bringen. Wieder sind ein paar Tage verstrichen, wir haben einige Stationen mehr abgefahren, die Heimat ist ein Stueckchen naeher gerueckt und wieder ist eine Menge erzaehlenswertes passiert.
Nachdem wir keinen Schlafwagen in dem Nachtzug von Prag nach Budapest buchen konnte, graute uns bereits ein wenig vor der Fahrt weil wir uns noch gut an die letzte erinnern konnten, welche nicht sonderlich erholsam war. Und fast wie gerufen war auch kein leeres, oder nahezu leeres Abteil zu finden und wir mussten uns zu fuenft ein Abteil teilen. Da es leider nur 4 Ecken zum anlehnen gab, suchte sich Max kurzerhand ein Abteil weiter einen Platz welches nur einen Passagier beherbergte. Unser „Guter Reise-Geist“ war uns anscheinend gnaedig gestimmt und bescherte mir und Malte auch das Glueck, dass unsere 2 mitreisenden im Abteil nach einiger Zeit aussteigen mussten und so konnten wir uns im Abteil ordentlich breit machen und hatten alle drei doch eine bessere Nacht als gedacht.

In Budapest angekommen empfing uns ein truebes Wetterchen, welches die gerauen Fassaden der Haeuser vor dem Bahnhof nicht freundlicher erschienen lies. Doch wir hatten am Vortag bereits ein Hostel gebucht und waren guter Dinge bald ein warmes Bettchen vorzufinden. Also machten wir uns auf den Weg und erreichten unser Ziel nach einer halben Stunde Fussmarsch. Das RedBus Hostel war in einer Seitenstrasse gelegen und ein einem HInterhofgebaeude, aehnlich wie Berliner Hinterhoefe. Der Herr an der Rezeption schien leicht verwirrt und sagte uns, dass wir um 11 Uhr (wir waren ca. um 9 Uhr da) unsere Zimmer beziehen koennten. Also machten wir uns ueber das Gratis-“fruehstueck“ her, welches aus Weissbrot und Marmelade bestand (soetwas bezeichneten nun schon das zweite oder dritte Hostel als Fruehstueck und wir waren nicht sonderlich ueberrascht). Waerend wir in der Hostellobby sassen, konnten wir die Arbeit des uns immer weniger vertrauenserweckenden Herren an der Rezeption verfolgen was uns doch leicht stutzig werden lies, da dieser anscheinend ueberhaupt keine Ahnung hatte von dem was er tat… waerend der 2-3 Stunden die wir uns dort aufhielten gab es mehrere Fehlreservierungen und einige Leute schienen sehr aufgebracht… was uns doch zunaechst belustigte denn ihre art zu diskutieren war doch sehr schraeg. also hatten wir unseren Spass bis wir an der Reihe waren und uns mitgeteilt wurde (es war nun 12 uhr oder halb eins), dass wir leider kein Zimmer bekommen koennten, da jemand die Schluessel fuer das Zimmer mitgenommen hatte. Auf Max Frage wie es fuer ein 8 Bett Zimmer nur einen Schluessel geben koenne, gab es keine eindeutige Antwort. Also schnappten wir unsere Rucksaecke, bezahlten weder das Internt, noch das „Fruehstueck“ und machten uns auf die Suche nach einer neuen Bleibe.

keine 10 Minuten unterwegs trafen wir einen netten Herren aus den USA der auch in einem Hostel wohnte und uns den Weg beschrieb. Auch dort waren alle Zimmer belegt, doch die Dame brachte uns zu einem ihrer Schwesterhostels und dort konnten wir endlich unser Zimmer beziehen. Nach Essen, Waeschewaschen und einem kleinen Schlaefchen verabredeten wir uns Nachmittags mit Micki aus Budapest, den wir bereits in Krakau kennen gelernt hatten. Er holte uns promt in dem Hostel ab und bescherte uns eine tolle Stadtfuehrung.

...

Er wusste eine Menge zu erzaehlen und nach viel Kultur kehrten wir Abends mit ihm ein um bei Cocktails und Bier Fussball zu gucken… ;-) Ein Nervenaufreibendes Spiel zwischen Tuerkei und Tschechien sorgte dann fuer die richtige Muedigkeit und wir verabschiedeten uns von Micki.

Morgens machten wir uns um mit der U-Bahn zum Bahnhof und mussten uns wieder einmal beeilen um den Zug an den Balaton, auf den wir uns schon wahnsinnig freuten, noch zu bekommen.

Praha

Juni 15, 2008

So, ihr lieben, nach 3 Tagen in Prag sind wir gestern Abend mit dem Nachtzug nach Budapest aufgebrochen und Heute Morgen um ca 8.30 Uhr wohlbehalten aber muede angekommen. Jetzt sitze ich (Max) am PC, waehrend wir darauf warten unser Zimmer beziehen zu koennen.

Nach den vielen Empfehlungen und den vielen positiven Dingen, die wir ueber Prag gehoert haben, sind wir relativ enttaeuscht von der Stadt.

Prag ist mit Sicherheit eine wunderschoene Stadt, mit toller Architektur, tollen Gebaeuden und schoenen verwinkelten Gassen, doch fuer unseren Geschmack ist sie einfach viel zu „touristisiert“ und ueberfuellt.

Man ist kaum in der Lage, die Schoenheit der Stadt auf sich wirken zu lassen. Die Strassen sind voellig ueberfuellt mit Touristen aller Art, jeglichen Alters und aller Nationen. Es gibt Sauftouristen, Kulturtouristen, Sextouristen, Shoppingtouristen und alle diese Arten von Tourismus werden perfekt bedient.

Jeweils eine Bar, ein Club, ein Stripclub, ein Alkoholstore und ein Souvenirshop wechseln sich ab.

Massen von groehlenden besoffenen Fussballfans torkeln durch die schmalen Gassen der Altstadt, eine Stadtfuehrung mit lautprecherverstaerkten Guides jagt die naechste und aufgetakelte Shopper tragen ihre Swarovskikristalle und Gucchiklamotten spazieren und bleiben vor jedem Schaufenster stehen. Man kommt ungefaehr so schnell voran wie auf dem braunschweiger Magnifest.

Unser Tipp ist, die Stadt nachts zu erforschen, wenn zumindest ein Teil der Touristen schlaeft.

Die wunderschoenen Gebaeude sind zum groessten Teil nachts beleuchtet und sehen auch dann noch sehr eindrucksvoll aus.

Auch unser Hostel war eindeutig mehr auf Konsum und Massenabfertigung ausgelegt als unser Glueckstreffer in Krakau.

Das Personal war nicht besonders freundlich und man merkte recht schnell, dass man, genauso wie fast ueberall in der Stadt, schnell uebers Ohr gehauen wird. Das angepriesene Fruehstueck, dass im Preis inbegriffen war bestand aus einem eingeschweissten Minibaguette, dass man sich morgens an der Rezeption abholen musste, Kaffe oder Tee, Milch und Cornflakes. Netterweise bekamen wir am Morgen unserer Ankunft ein Fruestueck geschenkt, aber am zweiten Morgen bekamen wir dafuer schon kein Baguette mehr ab und der Rest war auch schon fast leer.

Das Hostel war zwar voller Junger Menschen, doch die meissten von ihnen schienen ihren Tag hauptsaechlich im Computerraum in ihrem Facebook oder vor dem Fernseher zu verbringen.

Wir kamen frueh morgens im Hostel an, konnten aber erst um 2 unser Zimmer beziehen. Also liessen wir unser Gepaeck im Luggageroom und machten uns auf die Socken um die Stadt zu erkunden. Nach dem ersten Rundgang durch die Altstadt mit den oben beschriebenen Eindruecken waren wir ziemlich erledigt, da wir auch in der Nacht im Zug nicht allzuviel geschlafen hatten. Daher gingen wir ins Hostel, konnten endlich unser Zimmer beziehen und machten erstmal einen ausgedehnten Mittagsschlaf.

Das Abendprogramm war nicht besonders aufregend. Wir gingen auf den Hauptplatz der Altstadt, wo alle EM-Spiele auf einer grossen Leinwand gezeigt wurden, guckten Fussball , tranken ein Bier und machten uns dann auf die Suche nach Nahrung. Malte und René wurden bei KFC (Kentucky Fried Chicken) fuendig und gluecklich. Ich kurze Zeit spaeter in einer Jazzkneipe bei Foccacia und Livemusik.

Wir gingen frueh ins Bett und schliefen mehr oder weniger gut in einem recht unruhigen 8-Bett Schlafsaal.

Am naechsten Tag war es bewoelkt und ziemlich kuehl und ich konnte René und Malte ueberreden mit ins kommunistische Museum zu kommen. Dieses war relativ klein und bestand groesstenteils aus viel Text und einigen Bildern, war aber doch recht interessant. Nachdem wir uns das Fruehstueck, das wir im Hostel nicht bekamen, selber gekauft hatten, assen wir schnell ein paar Brote und gingen dann schnell zum Bahnhof um unsere Kanadischen Freunde Shaun und Natasha abzuholen.

Leider verpassten wir uns und trafen uns direkt im Hostel. Da anscheinend die Kommunikation zwischen den Hostelmitarbeitern ueberhauptnicht funktionierte, war mit unserer Reservierung einiges durcheinander gekommen und wir mussten das Zimmer wechseln. Allerdings wurden unsere Sachen schon aus dem alten Zimmer ausgeraeum, wobei einiges verloren ging, was wir ersteinmal suchen mussten. Unseren kleinen Schwarzen Rucksack fuer Tagesausfluege haben wir nicht wiederbekommen, was uns ganzschoen aergert…

Mit den Beiden drehten wir noch eine kleine runde durch die Stadt, was mit den Beiden ein bisschen heiterer war.

Danach gingen wir tatsaechlich noch in ein zweites Museum, allerdings war dieses eher unterhaltsam als informativ. Es war die groesste Sammlung von Sexmaschinen und Spielzeugen aus aller Welt und vielen Jahrhunderten. Es ist schon ziemlich witzig, was sich die Menschen alles einfallen lassen…

Der Tag war also ein regelrechter Kulturtag! ;)

Abends gingen wir wieder in die Jazzbar vom Vorabend und hatten ein dekadentes Mahl mit Live-Jazz. Danach gingen wir ueber die Charles-Bruecke die zu der spaeten Zeit angenehm leer war und einen atemberaubenden Anblick auf die Altstadt und die auf einem Berg gelegene Festung bot. Wir gingen zurueck ins Hostel, lagen schon fast im Bett als wir ploetzlich nochmal in Feierlaune kamen und zogen los um eine Freundin von Natasha in einem Club zu treffen. Dieser sollte aber umgerechnet 13 euro Eintritt kosten sollte, was wir nicht bereit waren zu bezahlen. Also gingen wir wieder ins Hostel und schliefen. Am naechsten Tag verschliefen wir etwas und Mussten dann schnell auschecken. Wir fruehstueckten und machten uns dann auf die Socken um die Festung jenseits der Charlesbruecke zu besichtigen. Nach einem recht anstrengenden Aufstieg erreichten wir letztendlich die Festung. Innerhalb der Mauer befanden sich neben einer wunderschoenen Kirche zahlreiche Gebaeude mit Ausstellungen etc. Doch auch hier wollten sie einem das Geld aus der Tasche ziehen. Mit Ermaessigung sollte der Eintritt fuer alles ca 15 euro kosten. Ausserdem war es schon wieder supervoll, deswegen beschlossen wir uns, es bei der Aussenansicht zu belassen. Vom Berg aus hatte man eine tolle Aussicht ueber Prag.

Nach diesem Ausflug machten wir uns auf zum Bahnhof um unseren Nachtzug zu reservieren. Leider gab es keine Liegewagen mehr. Danach gingen wir zu Shaun und Natasha, die sich ein Doppelzimmer in einem kleinen Hotel gesucht hatten. Da in Prag an diesem Abend eine Museumsnacht (freier Eitritt) war und Shau, Natasha und ich uns gern eine Ausstellung ueber Musikinstrumente ansehen wollten, zogen wir los um das National Museum of Music zu finden. Dieses war jedoch deutlich weiter weg als gedacht und alle Museen auf dem Weg waren so voll, dass wir uns auf dem Weg umentschieden und Mit René und Malte auf dem grossen Platz das Spiel Russland gegen Griechenland sahen. Nach der Halbzeit gingen wir wieder ins Hotel und warteten auf unseren Nachtzug. Nach einem herzlichen Abschied machten wir uns auf zum Bahnhof.

Das war Prag ;)

Viele Gruesse, René, Max, Malte

Krakow, Teil2

Juni 12, 2008

So liebe Leute, es ist gerade 9.15 uhr und ich (Rene) sitze in Praha (Prag) in einem sehr netten kleinen Hotel mit Max und Malte im Computerraum, wo man praktischerweise umsonst surfen kann. Wir sind diese Nacht in einem Schlafwagen von Krakau angereist und sind deshalb recht guter Dinge und mehr oder weniger ausgeschlafen… mehr als nach den letzten Zugfahrten jedenfalls. Gestern war ein wundevoller Tag. Unser letzter Eintrag ist vom Nachmittag des 10ten Juni, also beginne ich dort.

Mama’s Hostel war echt ein super Tipp und wir haben eine Menge netter Leute kennen gelernt. Zuerst sind wir mit Micki, einem 26 Jaehrigen Ungaren, in ein Restaurant gegangen um Pirogi, eine Polnische Spezialitaet zu probieren. Pirogi sind gefuellte Kartoffeltaschen, die meisst in Wasser gekocht werden.

In diesem Fall waren sie frittiert und sehr fettig, daher waren wir nicht sehr begistert. Waehrend des Essens ueberlegten wir, dass wir gerne eine erholsamere Zugfahrt als die letzte verbringen wuerden und daher entschieden wir uns einen Schlafwagen zu nehmen.

Pirogi

Auf dem Rueckweg zum Hostel tranken wir noch ein Bier und beeilten uns dann da wir das anstehhende Fussballspiel Russland gegen Spanien sehen wollten. Wie bereits erwaehnt waren wir ja am Abend mit Shaun aus Kanada und seinen Freundinnen Diana und Natasha zum Biertrinken verabredet. Es schlossen sich uns noch einige weitere Hostelgaeste an und wir gingen in einen nahegelegenen Club, in dem eine Hostelparty angepriesen war. Dort war es noch nicht so voll und wir vermuteten, dass wir zu frueh dran waren, also entschlossen wir uns, weiterzuziehen und eine andere Bar zu finden. Unsere Truppe war recht munter und es war gute Stimmung.

Nachdem wir noch ein paar weitere Bars abgeklappert hatten, die alle recht leer waren, machte sich einwenig Planlosigkeit breit und ich schob nun die Gruppe an, doch wieder in den ersten Club zu gehen da ich tanzen wollte, was wir dann auch taten. Dies stellte sich als gute Entscheiung heraus und wir alle hatten einen vergnueglichen Tanzabend in dem nun, der Uhrzeit entsprechend, gefuellteren Club. Am neachsten Morgen raechte sich das Bier Spaete Uhrzeit zu der wir im Bett gelandet waren. Wir brauchten ein wenig um aus den Federn zu fallen und entschlossen uns dann, abermals mit den dreien vom Vorabend ein bisschen durch die Stadt zu bummeln und uns das Juedische Viertel anzusehen.

So machten wir uns mit 6 Mann auf und wurden kurz nach dem Aufbruch von einsetzendem Regen ueberrascht. Also suchten wir ein kleines Cafe auf und machten Rast. Gott sei dank hoerte es bald wieder auf und der Kaffe weckte neue Lebensgeister.

An einem kleinen Stand mit frischem Obst und sauren Gurken deckten wir unseren Vitaminbedarf und hatten wir einen sehr netten Nachmittag mit den drei und verstanden uns immer besser. Irgendwann gegen 4 uhr Nachmittags knurrte uns der Magen merklich und wir kauften ein, um im hostel gemeinsam zu kochen was ein voller erfolg wurde. es gab Spagetti al Olio, Tomatensalat und koestliche Guacamole.

Dinner

Ein absolutes Gefuehl der Zufriedenheit stellte sich ein, was einige mit einem Schluck Wein zum Abschluss brachten und andere wie Malte mit einem kleinen Schlaefchen. Der abend naeherte sich und der Zeitpunkt der Abreise. Wir hatten Diana, Shaun und Natasha wirklich lieb gewonnen und als diese uns eroeffneten, dass sie ebenfalls nach Praha wollten beschlossen wir, ein gemeinsames Zimmer zu buchen. Leider mussten wir uns Abends von Diana verabschieden, da diese bereits ihren Flug zurueck nach England gebucht hatte. Mit der ganzen Truppe gingen wir noch einmal Piogi essen, doch dieses mal gekochte, die uns deutlich besser schmeckten. Ein bisschen spaet machten wir uns auf den weg zum Bahnhof und mussten uns ein wenig beeilen. Der Zug, ein ICC, war vom Komfort vergeichbar mit einer deutschen Regionalbahn und das Schlafabteil war winzig mit 2 Dreietagenbetten. Trotzdem schliefen wir recht gut und sind heute morgen um ca 7 Uhr wohlbehalten in Prag angekommen. Der Hostelmensch hatte unsere Reservierungsmail nicht gelesen und das Hostel war ausgebucht, doch gottseidank gab es ein Schwesterhostel, an das wir weitervermittelt wurden. Jetzt warten wir darauf, unser Zimmer beziehen zu koennen. Bis demnaechst, viele Gruesse, eure Drei!!!

Krakow

Juni 10, 2008

Nach ca. 2 Minuten voll Verzweiflung und Planlosigkeit, entschieden wir uns sehr spontan, nicht zurueck zum Campingplatz oder zu Ralf, sondern einen anderen Zug zu nehmen. Ca. weitere 2 Minuten spaeter sassen wir im Nachtzug nach Krakau, der am naechsten Morgen um halb Acht ankommen sollte.

Nachtzug nach Krakau

Der Zug war angenehm leer, wir sassen in einem Achterabteil mit einem jungen polnische Mann. Nachdem wir uns wieder etwas beruhigt hatten und die Schwitzattacke ueberwunden war, ueberlegten wir, nicht nach einem Schlafwagen zu schauen, da der Zug ja so angenehm leer war… Bis zur naechsten Haltestelle, wo die erste Menschenmasse zustieg. Danach waren wir schon zu sechst in dem Abteil, was zwar fuer 8 Personen ausgelegt, aber doch schon gut gefuellt war. Angenehmes Schlafen konnte man nun auf jeden Fall vergessen. Man arrangierte sich aber damit, nickte letztendlich doch ein bisschen ein, bis man einige Stationen weiter von lautem polnischem Geschnatter auf dem Gang geweckt wurde. Ein Blick aus dem Abteilfenster weckte neue Lebensgeister in uns. Eine kleine Armee von ca. 18 jaehriger Polinnen quetschte sich auf dem Flur aneinander. Anscheinend war eine Schulklasse auf dem Weg auf Klassenfahrt, nebst einer ganzen Menge weiterer Gaeste zugestigen. Gottseidank versuchte niemand, sich noch mit in das Abteil zu quetschen, doch im ganzen Zug war es nun total stickig, warm und laut und es war vorerst nicht moeglich, das Abteil zu verlassen, so gross war das Gedraenge auf dem Flur. Ich
(Max) schaffte es erstaunlicherweise trotzdem einzuschlafen, waehrend Rene und Malte, nachdem sich die Lage etwas beruhigt hatte, aufbrachen um Kontakt zu der schnatternden Meute aufzunehmen. Nebst netten Jungen Maedels machten die beiden auch Kontakt mit einem stark betrunkenen polnischen jungen Mann der sie zum „Fight for Money“ aufforderte. Die Beiden konnten dieses Angebot jedoch ausschlagen und so kam es gottseidank zu keinen unangenehmen Zwischenfaellen. Ca. gegen 2 Uhr wurde es wieder deutlich leerer im Zug und Man machte sich erneut auf die Suche nach netten Mitreisenden und etwas mehr Platz, denn unser Abteil war immernoch genauso voll. Ein Abteil weiter sass Anna, eine 26 Jaehrige Medizinstudentin aus Polen, die ein Auslandssemester in Greifswald gemacht hatte und daher hervorragend Deutsch sprach.

Anna und Malte

Man kam ins Gespraech und beschloss, die Rucksaecke hinueberzuholen und dort zu schlafen, denn ausser Anna war noch niemand in dem Abteil. Letztendlich konnten wir alle wenigstens ein paar Stunden schlafen und kamen um ca. 7:30 Uhr gesund und mehr oder weniger munter in Krakow an. Krakow ist eine ziemlich moderne, vom 2. Weltkrieg unberuehrte Stadt, mit wunderschoener Altstadt. In unserem praktischen Interrailbibel fanden wir einen Supertipp: Mama’s Hostel (Zentraler geht es kaum). Der Name spricht Baende, es sieht zwar nicht ganz aus wie bei Mama, aber fast genauso gemuetlich und es wimmelt vor jungen Leuten aus aller Welt. Heut abend sind wir mit Shaun aus Canada und seinen beiden Maedels zum Biertrinken verabredet. Morgen soll es weitergehen nach Praha (Prag). Wie und wann ist noch nicht ganz klar. Bis jetzt, ein sehr guter Tag.

Szczecin

Juni 10, 2008

Leaving BraunschweigNach dem wir Sonntag Morgen nach einer sehr kurzen Nacht von Sarah und Renes Eltern am Braunschweiger HBF verabschiedet wurden, haben wir uns in Richtung Szczecin(Stettin) ueber Magdeburg-Buckau , Berlin und Angermünde aufgemacht. Um 16:37 sind wir Szczecin Glowny (Stettin Bahnhof) angekommen. Begruesst wurden wir von trostlosen und fuer die Einwohnerzahl, von ca. 400 000, verlassen wirkenden Strassen. Aus der Fehrne hoerte man Stadionhupen. Doch nach ein Viertelstunde Fussmarsch wurde die Menschendichte groesser und uns offenbarte sich der Blick auf die ueblichen internationalen Ketten, wie McDonalds, KFC, Orssay… Abgesehen von diesen wie unnatuerlich plaziert wirkenden Geschaeften, sah jedoch alles ziemlich rustikal, ein bisschen so wie man es aus in Deutschland spielenden Nachkriegsfilmen kennt, aus. An jeder Ecke gibt es kleine „Biergaerten“, ein bisschen erinnert dieser Anblick an manche berliner Stadtviertel. Nach einer Stunde mehr oder weniger planlosem herum stolpern, habe wir ein nettes junges Paearchen getroffen, die uns einen guten Tipp zum Campen geben konnten und sogar noch die passende Tram und Umstiegsmoeglichkeit auf Lager hatten. So haben wir uns schon ziemlich kaputt, mit der Tram und Bus fuer 2,20 Złoty (umgerechnet ca. 55 cent) zum Campingplatz gefahren. Dieser war sehr klein, gemuetlich und lag direkt am riesiegem Jezioro Dąbie (Dammscher See) und bei uns stellte sich merklich Zufriedenheit ein. Der Preis von 49 Złoty (ca. 12,5 euro) fuer 3 Personen plus Zelt tat der Stimmung keinen Abbruch. Nach dem der Schlafpaltz gesichert war, draengte sich die naechste Frage auf: Fussball gucken, wo denn? Also nachgefragt, „am Ufer links“, hiess es, doch weit gefehlt, da befand sich nur der Zaun einer Marina(kleiner Hafen). Jacek und sein Freund, die wir am Ufer vorfanden, haben und angeboten uns mit ihrem Boot zum nahegelegenen Yacht-Hafen ueberzusetzen, in dessen Marinabar das Fussballspiel geyeigt wurde. Ausser uns waren dort nur ca 10 weitere Menschen, bis auf 2 davon deutlich aelter als wir und ca. die haelfte davon deutsche. Wir genehmigten uns einige Piwos sowie sehr leckeres Schnitzel mit Salat und Kartoffeln, vom Wirt mit viel liebe und einer niedlichen Schuerze zubereitet. Waehrend des Fussballspiels lernten wir Ralf kennen, einen 65 jaehrigen Rentner aus Berlin, der, wie viele andere Deutsche, jaehrlich dort Segelurlaub macht. Wir redeten mit Ralf ueber das Segeln und verabredeten uns spontan mit ihm zum Segeln am naechsten Morgen.

Fussball und Bier in der Marina

Sitting on the Dock of the Bay

Wir gingen recht frueh ins Bett, um um 9 uhr wieder bei Ralf am Boot zu sein. Nach anfaenglicher Flaute hatten wir einen tollen Segeltag mit viel Sonne und gutem Wind. Ralf, der aufgrund von Kinderlaehmung stark in seiner Beweglichkeit eingeschraenkt ist, ist aber immernoch ein regelrechter Seebaer, was uns sehr beeindruckte.

Segeln

Er liess und in einem Vorort von Stettin wieder an Land, wo wir bei Lidl etwas Brot, aufschnitt und neues Wasser kauften. Danach machten wir uns auf in Richtung Bahnhof, suchten einen Zug nach Gdansk (Danzig) heraus, schlossen unsere Rucksaecke ein und gingen wieder in die Stadt um im Internetcafe eine Uebernachtungsmoegichkeit rauszusuchen. Wir kamen sehr knapp am Bahnhof an, unser Zug sollte um 20:30 Fahren (Da kein Mensch im Infostand Englisch oder Deutsch sprechen konnte, suchten wir einen Zug auf dem guten alten Fahrplan heraus). Wir rannten zum Bahngleis und sprangen in einen sehr kleinen, heruntergekommenen Zug. Etwas verunsichert, ob dieses alte Gefaehrt tatsaechlich bis nach Danzig fahren wuerde, fragten wir im Zug herum, in dem verrueckter weise niemand ein Wort Englisch zu sprehen schien. Endlich faden wir eine junge Frau, die ein paar brocken Deutsch sprechen konnte und uns versicherte, dass dieser Zug definitiv nicht nach Danzig fuehre. Wir sprangen schnell wieder aus dem Zug, hechteten von Bahngleis zu Bahngleis, Schon voellig durchgeschwitzt und erledigt, aber keiner der Zuege im Bahnhof schien nach Danzig zu fahren. Ein netter Mann, der gerade vor dem Fahplan stand und Englisch verstand, konnte uns erklaeren, dass eine kleingedruckte Zeile unter unserem Zug auf dem Fahplan uns mitteilen soll, dass dieser Zug erst ab dem 20. Juni faehrt, sowie alle andern direkten Zuege nach Danzig auch.

Jetzt geht’s los.

Juni 7, 2008

So Leute… es ist Samstag Abend, der Rest der WG guckt Fußball in Renés Zimmer und wir drei Planen die ersten Etappen. Morgen um 9:15 gehts am HBF los. Erste Station ist vorraussichtlich Stettin (Szczecin), wo wir gegen Nachmittag ankommen werden. Am nächsten Tag geht es dann wohl weiter nach Danzig (Gdansk), dann in Richtung Masurische Seenplatte.

Was danach kommt is bisher nur grob skizziert:

Von Polen aus hinunter bis nach Griechenland mit einigen Zwischenstationen, von dort aus mit der Fähre nach Italien, von dort aus irgendwie nach Frankreich, dort ca. 2 wochen bleiben und über Belgien und die Niederlande wieder gen Heimat.

Genaueres wird sich im Laufe der Zeit ergeben, wir werden euch auf dem Laufenden halten.

Noch genau zwölf Stunden bis Abfahrt, langsam wirds Spannend ;)

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.