Krakow
Juni 10, 2008
Nach ca. 2 Minuten voll Verzweiflung und Planlosigkeit, entschieden wir uns sehr spontan, nicht zurueck zum Campingplatz oder zu Ralf, sondern einen anderen Zug zu nehmen. Ca. weitere 2 Minuten spaeter sassen wir im Nachtzug nach Krakau, der am naechsten Morgen um halb Acht ankommen sollte.
Der Zug war angenehm leer, wir sassen in einem Achterabteil mit einem jungen polnische Mann. Nachdem wir uns wieder etwas beruhigt hatten und die Schwitzattacke ueberwunden war, ueberlegten wir, nicht nach einem Schlafwagen zu schauen, da der Zug ja so angenehm leer war… Bis zur naechsten Haltestelle, wo die erste Menschenmasse zustieg. Danach waren wir schon zu sechst in dem Abteil, was zwar fuer 8 Personen ausgelegt, aber doch schon gut gefuellt war. Angenehmes Schlafen konnte man nun auf jeden Fall vergessen. Man arrangierte sich aber damit, nickte letztendlich doch ein bisschen ein, bis man einige Stationen weiter von lautem polnischem Geschnatter auf dem Gang geweckt wurde. Ein Blick aus dem Abteilfenster weckte neue Lebensgeister in uns. Eine kleine Armee von ca. 18 jaehriger Polinnen quetschte sich auf dem Flur aneinander. Anscheinend war eine Schulklasse auf dem Weg auf Klassenfahrt, nebst einer ganzen Menge weiterer Gaeste zugestigen. Gottseidank versuchte niemand, sich noch mit in das Abteil zu quetschen, doch im ganzen Zug war es nun total stickig, warm und laut und es war vorerst nicht moeglich, das Abteil zu verlassen, so gross war das Gedraenge auf dem Flur. Ich
(Max) schaffte es erstaunlicherweise trotzdem einzuschlafen, waehrend Rene und Malte, nachdem sich die Lage etwas beruhigt hatte, aufbrachen um Kontakt zu der schnatternden Meute aufzunehmen. Nebst netten Jungen Maedels machten die beiden auch Kontakt mit einem stark betrunkenen polnischen jungen Mann der sie zum „Fight for Money“ aufforderte. Die Beiden konnten dieses Angebot jedoch ausschlagen und so kam es gottseidank zu keinen unangenehmen Zwischenfaellen. Ca. gegen 2 Uhr wurde es wieder deutlich leerer im Zug und Man machte sich erneut auf die Suche nach netten Mitreisenden und etwas mehr Platz, denn unser Abteil war immernoch genauso voll. Ein Abteil weiter sass Anna, eine 26 Jaehrige Medizinstudentin aus Polen, die ein Auslandssemester in Greifswald gemacht hatte und daher hervorragend Deutsch sprach.
Man kam ins Gespraech und beschloss, die Rucksaecke hinueberzuholen und dort zu schlafen, denn ausser Anna war noch niemand in dem Abteil. Letztendlich konnten wir alle wenigstens ein paar Stunden schlafen und kamen um ca. 7:30 Uhr gesund und mehr oder weniger munter in Krakow an. Krakow ist eine ziemlich moderne, vom 2. Weltkrieg unberuehrte Stadt, mit wunderschoener Altstadt. In unserem praktischen Interrailbibel fanden wir einen Supertipp: Mama’s Hostel (Zentraler geht es kaum). Der Name spricht Baende, es sieht zwar nicht ganz aus wie bei Mama, aber fast genauso gemuetlich und es wimmelt vor jungen Leuten aus aller Welt. Heut abend sind wir mit Shaun aus Canada und seinen beiden Maedels zum Biertrinken verabredet. Morgen soll es weitergehen nach Praha (Prag). Wie und wann ist noch nicht ganz klar. Bis jetzt, ein sehr guter Tag.


hey ihr stylischen drei könige ihr!
ich wünsch euch alles gute, eine schöne Zeit, starke Erfahrungen, genießt noch mal richtig euer Leben! Da Möve is with you!!!!
me, MÖVE!
test