Budapest
Juni 20, 2008
Ok… guten Morgen alle zusammen. Es ist gerade 8:15 Uhr und ich (Rene) sitze in Kroatiens Hauptstadt Zagreb in einem kleinen Hostel um unseren Reisebericht, der ja nun schon einige Tage hinterherhinkt, auf den neuesten Stand zu bringen. Wieder sind ein paar Tage verstrichen, wir haben einige Stationen mehr abgefahren, die Heimat ist ein Stueckchen naeher gerueckt und wieder ist eine Menge erzaehlenswertes passiert.
Nachdem wir keinen Schlafwagen in dem Nachtzug von Prag nach Budapest buchen konnte, graute uns bereits ein wenig vor der Fahrt weil wir uns noch gut an die letzte erinnern konnten, welche nicht sonderlich erholsam war. Und fast wie gerufen war auch kein leeres, oder nahezu leeres Abteil zu finden und wir mussten uns zu fuenft ein Abteil teilen. Da es leider nur 4 Ecken zum anlehnen gab, suchte sich Max kurzerhand ein Abteil weiter einen Platz welches nur einen Passagier beherbergte. Unser “Guter Reise-Geist” war uns anscheinend gnaedig gestimmt und bescherte mir und Malte auch das Glueck, dass unsere 2 mitreisenden im Abteil nach einiger Zeit aussteigen mussten und so konnten wir uns im Abteil ordentlich breit machen und hatten alle drei doch eine bessere Nacht als gedacht.
In Budapest angekommen empfing uns ein truebes Wetterchen, welches die gerauen Fassaden der Haeuser vor dem Bahnhof nicht freundlicher erschienen lies. Doch wir hatten am Vortag bereits ein Hostel gebucht und waren guter Dinge bald ein warmes Bettchen vorzufinden. Also machten wir uns auf den Weg und erreichten unser Ziel nach einer halben Stunde Fussmarsch. Das RedBus Hostel war in einer Seitenstrasse gelegen und ein einem HInterhofgebaeude, aehnlich wie Berliner Hinterhoefe. Der Herr an der Rezeption schien leicht verwirrt und sagte uns, dass wir um 11 Uhr (wir waren ca. um 9 Uhr da) unsere Zimmer beziehen koennten. Also machten wir uns ueber das Gratis-”fruehstueck” her, welches aus Weissbrot und Marmelade bestand (soetwas bezeichneten nun schon das zweite oder dritte Hostel als Fruehstueck und wir waren nicht sonderlich ueberrascht). Waerend wir in der Hostellobby sassen, konnten wir die Arbeit des uns immer weniger vertrauenserweckenden Herren an der Rezeption verfolgen was uns doch leicht stutzig werden lies, da dieser anscheinend ueberhaupt keine Ahnung hatte von dem was er tat… waerend der 2-3 Stunden die wir uns dort aufhielten gab es mehrere Fehlreservierungen und einige Leute schienen sehr aufgebracht… was uns doch zunaechst belustigte denn ihre art zu diskutieren war doch sehr schraeg. also hatten wir unseren Spass bis wir an der Reihe waren und uns mitgeteilt wurde (es war nun 12 uhr oder halb eins), dass wir leider kein Zimmer bekommen koennten, da jemand die Schluessel fuer das Zimmer mitgenommen hatte. Auf Max Frage wie es fuer ein 8 Bett Zimmer nur einen Schluessel geben koenne, gab es keine eindeutige Antwort. Also schnappten wir unsere Rucksaecke, bezahlten weder das Internt, noch das “Fruehstueck” und machten uns auf die Suche nach einer neuen Bleibe.
keine 10 Minuten unterwegs trafen wir einen netten Herren aus den USA der auch in einem Hostel wohnte und uns den Weg beschrieb. Auch dort waren alle Zimmer belegt, doch die Dame brachte uns zu einem ihrer Schwesterhostels und dort konnten wir endlich unser Zimmer beziehen. Nach Essen, Waeschewaschen und einem kleinen Schlaefchen verabredeten wir uns Nachmittags mit Micki aus Budapest, den wir bereits in Krakau kennen gelernt hatten. Er holte uns promt in dem Hostel ab und bescherte uns eine tolle Stadtfuehrung.
Er wusste eine Menge zu erzaehlen und nach viel Kultur kehrten wir Abends mit ihm ein um bei Cocktails und Bier Fussball zu gucken…
Ein Nervenaufreibendes Spiel zwischen Tuerkei und Tschechien sorgte dann fuer die richtige Muedigkeit und wir verabschiedeten uns von Micki.
Morgens machten wir uns um mit der U-Bahn zum Bahnhof und mussten uns wieder einmal beeilen um den Zug an den Balaton, auf den wir uns schon wahnsinnig freuten, noch zu bekommen.