Zagreb / Split
Juni 23, 2008
Also ab zum Bahnhof und nach Kroatien.
Das einzige Problem war nur, dass die Zugverbindungen alles andere als gut waren und wir nicht so einfach ans Meer fahren konnten. Wir mussten eine Nacht in Sagreb, der Hauptstadt von Kroatien, bleiben um problemlos weiter an eine der Kuestenstaedte zu kommen. Auch das war problematisch, da jene die in Frage kamen nur sehr schwer zu erreichen waren. Also brauchten wir einige Zeit um eine Moeglichkeit zu finden die unseren Plan, nach Frankreich zu fahren, mit dem Wunsch nach Kroatien an die Kueste zu kommen verband. Doch wir fanden eine Moeglichkeit und entschieden uns nach Split, eine Kuestenstadt im Sueden von Kroatien zu fahren, von der aus man mit der Faehre nach Italien fahren konnte.
Auf dem Weg nach Zagreb schlaengelte sich der Zug durch eine wunderschoene Landschaft von der ich in Kroatien, ohne Vorurteile, wirklich nicht zu traumen gewagt haette. Man hat manchmal einfach ein Bild vor Augen wenn man an etwas, zum Beispiel ein Land in diesem Fall, denkt und das war bei mir Kroatien mit Palmen und Starnd. Nun aber offenbarte sich uns eine leicht bergige Landschaft durch die uns der Zug schaukelte, etwas erinnernd an den Schwarzwald vieleicht.
Ein wunderschoenes gruen ueberdeckte alle Haenge und Taeler und mittendrin kleine Gemeinden mit nur wenigen Haeusern. Steckte man den kopf aus dem Fenster ueberwaeltigte einen eine Vielzahl von wunderbaren Geruechen die staendig wechselten da der Zug einen von einem ins naechste Tal trug und man konnte sich nicht satt sehen.
Max und Malte genemigten sich ein Flaeschchen Wein waerend ich den Anblick mit einem Bier begoss. Irgendwann wurde es wirklich dunkel… und das nicht nur draussen sondern auch im Zug… denn das Lich funktionierte anscheinend nicht.
Das viel uns aber auch erst auf als die Schaffnerin uns darauf aufmerksam machte, dass wir leider in den vorderen, beleuchteten Teil des Zuges umziehen sollten. Das war unser Glueck, denn so lernten wir gleich ein Musterbeispiel kroatischer Gastfreundschaft kennen. Damir, ein 32-Jaehriger Kroate sass alleine in einem Raucherabteil und wir setzten uns zu ihm da wir nicht mehr lange zu fahren hatten und nicht lang suchen wollten. Er sprach sehr gutes englisch und wir kamen schnell ins Gespraech. Er hatte Frau und drei Kinder und machte einen sehr pfiffigen, sowie freundlichen Eindruck auf uns. Nach einiger Zeit fragte er uns ob wir hungrig seien… was wir verneinten. Doch man merkte das ihn das ein wenig unruhig machte… und bald wussten wir auch warum… er wollte uns unbedingt von seiner, aus kleinstherstellung erzeugten, Wildwurst probieren lassen was auch gut so war… denn sie war koestlich und genau das richtige fuer uns… so endeten wir mit ihm bei Wurst, Brot Zigaretten und einheimischem Kreuterschnapps der stark und lecker war. Max anmerkung, dass man solche Gastfreundschaft nicht ablehnen sollte stimmten wir zu und so stiegen wir gut gefuellt, zweierlei, aus dem Zug und bedankten uns herzlich bei Damir, der sichtlich begeistert davon war das es uns so gut geschmeckt hatte. Er gab uns noch ein paar nuetzliche Tipps fuer unsere weitere Reise und so machten wir uns auf die Suche nach unserem Hostel was wir bereits gebucht hatten. Es war schon ca. 10 Uhr und wir waren doch leicht angeschlagen… doch der Zufall wollte, dass der Herbergsvater am Bahnhof stand um Reisede fuer sein Hostel “anzuwerben” (wie es bisher in allen groesseren Bahnhoefen ueblich war) und uns so mit dem Auto bis vor die Tuer des Hostels brachte. Er kam aus Stuttgart und wir hatten noch eine nette kleine Unterhaltung mit ihm. Das Hostel war maessig, doch uns war es egal und wir legten uns gleich ins Bett… bereits mit Meeresrauschen in den Ohren.
Am naechsten Tag machten wir uns frueh auf die Socken um endlich ans Meer zu kommen… und kamen nach einer tollen Zugfahrt mit noch tollerer Landschaft um ca. 17.00 Uhr in Spilt an. Nach kurzer Orientierungsphase fuhren wir mit dem Bus zu unserem Campingplatz, der klein, guenstig und der nett war… bzw. ist, denn hier sind wir im Moment noch immer. Wir sitzen gerade in der Stadt in einem Internetcaffe da wir unsere Reise weiter Planen muessen und ich letztes mal nicht die Zeit hatte den Bericht fertig zu stellen. Deshalb ist er auch ein wenig durcheinander, weil vorgestern morgen begonnen und heute beendet.
Wir sind alle guter Dinge, haben vorhin die Faehre nach Ancona (Italien) gebucht (Sonntag Abend) und haben aussicht auf 2 weitere Tage bei wolkenlosem Himmel und 30 C°. Das Wasser hier ist unglaublich klar und wir wollen uns eine Taucherbrille zu kaufen um ein wenig zu schnorcheln… heute Abend wollen wir noch essen gehen… hoffentlich lokale Spezialitaeten… Max hat bock auf Fisch… hoert sich gut an finde ich! Achja.. sau gutes Spiel das unsere Jungs gegen Portugal geliefert haben finden wir… haben gestern Blut und Wasser geschwitzt und richtig mitgefiebert… was auch sonst bei den Temperaturen. Also gut.. mal sehen wann wir das naechste mal schreiben koennen, aber nun hattet ihr ja erstmal wieder gut was zu lesen :p
Wir haben festgestellt, dass wir uns nicht nach Braunschweig sehnen, aber nach euch allen… also solltet ihr einfach hierher kommen
So… hier ist es zu warm in dem Raum… wollen Raus!!
Ich liebe dich Sarah und gruesse alle anderen… genau wie die Jungs!!!! Macht euch eine schoene Zeit!!!
Eure drei






Ihr lieben drei, stand das nicht schon alles am 20. hier? oder hab ich Hallus?
Wie laufen sich die Sandalen, Malte und Max???
Wünsche Euch wunderbares Wetter, schöne Ansichten und Aussichten und weniger Stress beim Suchen von Betten, Zügen und Schiffen. Es hört sich toll an, so durch die Welt zu reisen.
Liebe Grüße Hanna
Ne du hast keine Hallus, wir haben den Artikel gesplittet.
gruss
wir
Da bin ich echt froh!!! Ich