Nice(Nizza)
Juni 30, 2008
So Freunde der Sonne.
In Nizza angekommen stellte sich die gleiche Frage wie immer: Wie kommen wir zum Hostel? Gluecklicherweise hatten wir den Flyer, den wir im Hostel in Roma gefunden haben parat. Dieser wies uns an eine kostenlose 0800# zu waehlen, was wir auch taten, von einer Telefonzelle vorm Bahnhof. Die Frau vom Hostel, mit der wir telefonierten meinte, wir sollten die Tram Richtung „Las Planas“ nehmen und eine vor der Endstation auszusteigen, um dann anschliessend, vor dem „Casino Marche“ auf den Shuttle-Bus des Hostels zu warten. Wir taten wie geheissen, doch der Bus war noch nicht da, also noch kurz eingekauft. Der erste Bus ist ohne uns gefahren, weil Max und Rene stundenlang in der Schlange stehen mussten. Wir haben noch nie so langsame Kassen wie in diesem Supermarkt gesehen, es war grotesk. Nun denn, die Jungs kamen raus und der Bus hat kurz gewartet, eingestiegen, 5min Fahrt, meisst bergauf, angekommen, ausgestiegen, zur Rezeption und zum 5 oder 6 mal erklaert bekommen, dass wir die erste Nacht auf zwei Zimmer aufgeteilt werden und die Zweite in ein Gemeinsammmes umziehen werden und erneut gefragt, ob dies okay ist. Ja is okay, super. Das Hostel bietet Platz fuer 300 Leute, das is enorm fuer ein Hostel. Die Angstellten waren staendig in Bewegung, nicht wie in anderen Hostels, wo der Rezeptionist Zeit hat, seinen gesamten, 2 GB GMail Posteingang zehn mal am Tag komplett durchzulesen. Die Raueme waren sehr freundlich und hell. Allerdings hatten wir in der ersten Nacht 11-12 Nachbarn im selben Raum, was allerdings nicht weiter problematisch war. Der Gemeinschaftsraum war schoen gross, mit grossen bunten Fenstern die an eine Kirche erinnerten. Spaeter erfuhren wir in einem persoenlichen Gespraech mit dem Eigentuemer, dass die Villa vor 10 Jahren tatsaechlich noch ein Kloster und der Gemeinschaftshaltsraum die Kapelle gewesen war. Es standen 10 PCs und mehrere bequeme Sitzmoeglichekeiten, wie Sofas und Sessel, sowie Tische und Stuehle in diesem Raum, der auch als Fruehstuecksraum diente. Kurz frischgemacht und den Regionalzug nach „Cap d’Ail“ genommen, wo uns nach 20min mal wieder ein Steinstrand erwartete.
Aber diesmal keine Steine, die in die Hand passen, sondern richtige Felsen. Allerdings sehr schoen gelegen, keine Touristen. Das Meer wurde sehr schnell tiefer, dadurch war das Wasser selbst dicht am Ufer immer stark in Bewegung, was dafuer sorgte, dass auf dem Grund schoene Steine, so glatt wie Handschmeichler zu Hauf herumlagen. Also wie immer: ein bisschen in der Sonne gebrutzelt, ein bisschen geschwommen, ein bisschen geschnorchelt und was neu war: nach Steinen getaucht. Als wir dann genug vom Meer hatten, sind wir mit der Bahn, immernoch kostenlos, weil es immernoch ein gueltiger Reisetag des Interrailtickets war, zurueck zum Hostel gefahren. Da haben wir uns vorm Deutschlandspiel noch eine Brotzeit genehmigt. Der Beamer war schon aufgebaut, als wir den Gemeinschaftsraum betraten und wir hatten Glueck: ein Sofa war noch frei, da anscheinend keiner auf die Idee gekommen ist es um 180º zu drehen, so dass es auf die Leinwand gerichtet ist. Dann noch schnell 3 Halbe-Liter-Bier(deutsches Erzeugniss) fuer 1euro pro Dose geordert, perfekt? Leider nicht ganz, denn der Beamer hatte eine sehr schlechte Aufloesung, weswegen es schwer war, den Ball im Auge zu behalten. Ausserdem hatten wir genau wie ihr die gleichen aussetzer in der Ausstrahlung, bloss dass bei uns auch noch einmal der PC der das Bild lieferte abgestuerzt ist, was auch nochmal mit 5min zu Buche schlug. Der Sieg ueber die tuerkische Mannschaft entschuldigte dies jedoch. Nach dem Spiel sprach uns eine Amerikanerin, Claire, an die eine Frage zum Spiel hatte. Sie war mit ihrer Freundin unterwegs. Claire versicherte uns, dass sie die Tochter von Sylvester Stalone sei. Sie war ein bisschen abgedreht, aber witzig. Wir haben eine ganze Weile mit ihr draussen gesessen, geraucht, Bier getrunken und erzaehlt. Zurueck im Gemeinschaftshaltsraum hat sie und dann noch ein nettes Saufspiel gezeigt (Rene sagt mir, Malte, gerade das er es schon kannte). Irgendwann sind wir dann ins Bett gegangen.
Am naechsten Morgen kurz gefruehstueckt, durch die Innenstadt geschlendert und dann ab zum Strand von Nizza. Die Jungs waren relativ fit, aber ich ein bisschen muede/zerstoert. Am naechsten Morgen kurz Hier fanden wie zu erwarten viele Badegaeste vor, der Strand war in viele kleine Abschnitte gegliedert, die Gott sei Dank nichts kosteten. Das Wasser war schoen, allerdings war die Sicht die ersten 2 Meter unter der Oberflaeche durch kleine Luftblaesschen getruebt, schnorcheln war also nichts. Der Strand war ebenfqlls steinig, diese waren jedoch wesentlich runder und auch ein bisschen kleiner als in Split, was den Weg zum Wasser wesentlich angenehmer machte. Nach dem Strand haben wir einen guenstigen Friseur fuer Rene gesucht und einen sehr netten Herren gefunden, der ihm sehr ordentlich den Kopf rasiert hat, und am Ende noch mit einem alten Rasiermesser in Renes Nacken nachgebssert hat.
Anschliessend haben wir eingekauft und Rene und Max haben eine himmlische Paella gezaubert. Einstimmig das beste Essen, dass wir waehrend der gesamten Reise gegessen haben, incl. der Restaurantbesuche.
Spaeter haben wir uns natuerlich auch noch angeshen wie die Spanier die Russen niedergemetzelt haben. Danach sind wir noch mit einer Meute Richtung Stadt gefahren, sind dann aber im wahrsten SInne des Wortes gestrandet. Dylon hatt die meisste Zeit auf dem Weg auf seiner Guitarre gespielt. An den Strand kann ich mich kaum noch erinnern, da ich die ganze Zeit gepennt habe, tja ich brauch halt viel Schlaf
. Aber soweit ich weiss konnte Max am Strand dann seinen Entzug unterbrechen und schoen Guitarre spielen, endlich. Allerdings waren wir schon gegen 2Uhr zurueck im Hostel und bald ins Bett.
Die erste richtige Amtshandlung dies naechsten Tages war dann den Nachtzug um 20:25 nach Arcarchon zu buchen. Was allerdings nach hinten los ging, denn der Zug war komplett ausgebucht. Dumm wenn man alles Fuenf vor Zwoelf erledigt. Also blieb uns nichts anderes uebrig, als noch einen Tag in Nice dranzuhangen, auch kein Problem. Wenn das Hostel nicht ebenfalls komplett ausgebucht gewesen waere. Wir haben allerdings mit der Rezeption geregelt, dass wir gegen einen kleinen Obolus fuers Fruehstueck, open air hinter einem Nebengebaeude uebernachten durften, was eigentlich sogar schoener war als in den Schlafsaelen. Waehrend wir eine Stunde (nicht umsonst, aber es fuehlte sich in dem Moment so an) in der Schlange zum Schalter standen, haben wir dann zwei Maedels, die Cat und Claire(schon wieder) hiessen, die wir schon vom sehen aus unserem Hostel kannten, getroffen und mit den beiden und einem dritten Maedchen einige Stunden am Strand verbracht.
An dieser Stelle moechte ich sagen, dass wir dieses (dritte) Maedchen sehr oft getroffen haben, unter anderem, da sie das gleiche Hostel hatte wie wir, aber trotzdem kann sich keiner mehr an ihren Namen erinnern. Der Umstand hatte sicherlich auch damit zu tun das wir sie Anfangs ein bisschen nervig fanden. Spaeter als wir sie dann besser kennen gelernt haben und doch ganz nett fanden hat niemand mehr dqrqn gedacht, sie nach ihrem Namen zu fragen, was nach der Zeit auch komisch gezesen waere.
Abends haben wir dann, waehrend des selbstgemachten Essens Roseanna und Hanna aus Schweden kennen gelernt, die uns Ueberreden wollten mit in einen Club im Hafen zu kommen, der Nova hiess. Allerdings waren wir maessig ueberzeugt. Ueberzeugender gab sich sich jedoch die charmante, gebrochen deutsch sprechende Rezeptionistin. Ihr Vorschlag war, mit ihr und ein paar anderen Hostelmitarbeitern, unter anderem die zwei Soehne des Besitzers, eine neueroeffnete Bar ebenfalls naehe Hafen, aufzusuchen. Wie sie sagte gaebe es da auch eine ‘lustig Uhr’, was bei uns wohl in etwa gleichbedeutend mit ‘Happy Hour’ ist. Als wir dann, dummerweise kurz nach ihnen, losgefahren sind wussten wir nur grob wo wir hinmuessen. So sind wir dann eine ganze Weil durch das Hafenviertel geirrt.
Das Nova haben wir dann sogar noch erspaehen koennen, wo wir auch die schon gut abgefuellt Roseanna getroffen haben, die wohl auch die Naehe der Maennerschaft gesucht hat. Kurz im Nova gezesen, jedoch nicht wirklich ueberzeugt, haben wir uns weiter auf die Suche nach der Bar gemacht. Wurden jedoch auch nicht mehr fuendig. Sind dann zurueck zum Nova und mit einigen Leuten; groessten Teils, an der Promenade, zum Partyviertel gelaufen. Da hat es uns jedoch angesichts aufkommender Erschoepfung und horenser Getraenkepreise bald nach Hause gezogen; das heisst in das Schotterbett hinter einem Nebengebaeude des Hostles. Bevor wir jedoch entgueltig im Bettchen lagen, haben wir allerdings noch ein Stuendchen im fast leeren Gemeinschaftsraum verbracht, in den nach einer halben Stunde die Bargaenger ziemlich angeschossen einfielen. Mit den haben wir dann noch kurz gequatscht. Und dann Aeuglein zu.
Am naechsten Tag ist Max frueh aufgestanden und hatt schon zwei Berichte fuers Blog geschrieben und Rene und ich haben bis ca. halb 12 gepennt. Den Tag ueber sind wir nochmal an den Strand gegangen, haben allerdings an dem Tag nichts Besonderes mehr gemacht. Abens haben wir den Nachtzug nach Arcachon genommen.
Bald kommt mehr, zumindest noch Arcarchon.
Zeit ist Geld und Geld ist auch Geld und 3,50 fuer eine Stunde Internet ziemlich viel, daher gehts jetzt auf zum Montmartre.
Bis Bald ihr lieben,
Rene, Max & Malte












